Mariahilfer Straße: Neue Mieter für das Slama-Haus

Seit drei Jahren steht das ehemalige Slama-Geschäft auf der Mariahilfer Straße leer.
  • Seit drei Jahren steht das ehemalige Slama-Geschäft auf der Mariahilfer Straße leer.
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

MARIAHILF. 282.358 Euro für 4.250 m² Geschäftsfläche. So viel Monatsmiete kostet die Ladenfläche für das Gebäude an der Ecke Kollergerngasse/Mariahilfer Straße.
Obwohl das Gebäude fast direkt an der U3-Station Neubaugasse liegt, fand sich über Jahre hinweg kein Nachmieter. "Das muss wohl an der Begegnungszone liegen", sagen manche. Derzeitiger Eigentümer ist der Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer. Deren Finanzdirektor Franz Hirtzi sagt der bz: "Inzwischen haben wir einen Nachmieter gefunden. Es finden aber noch Gespräche und letzte Verhandlungen statt. In den kommenden Wochen wird der Mietvertrag unterschrieben."

Das wird den grünen Bezirksrat Oliver Schönsleben freuen, der den Mietpreis für das Gebäude auf seiner Facebook-Seite so kommentierte: "Soll noch jemand sagen, dass die Fußgängerzone Mariahilfer Straße kein Erfolg ist."

Neue Begegnungszonen?

Doch wo Grund zur Freude ist, gibt es auch meistens ein Problem: "Solche Mietpreise können sich kleine Unternehmen und Gewerbetreibende natürlich nicht leisten", so Schönsleben zur bz.

Ladenlokale in den Seitengassen im Umfeld der Mariahilfer Straße seien oft viel günstiger zu haben: "Das liegt auch daran, dass die Geschäftsgrößen dort viel kleiner und deshalb für große Einzelhandelsketten nicht besonders attraktiv sind.
Allerdings gibt es in den Seitengassen oft ein Sichtbarkeitsproblem: "Vor allem, wenn auf der Mariahilfer Straße große Baustellen sind, wie es bei der Kollergerngasse derzeit der Fall ist." Schönsleben wünscht sich deshalb eine Ausweitung der Begegnungszone von der Mariahilfer Straße auf umliegende Seitengassen. In der Otto-Bauer-Gasse will er damit anfangen: "Dort braucht es unbedingt breitere Gehsteige. Wir haben uns gefragt, ob man die Gasse durch eine Begegnungszone aufwerten kann. Da dort eh der Fahrbahnbelag erneuert werden muss, haben wir uns überlegt, dort die Möglichkeit einer Begegnungszone zu untersuchen.
Bereits im März hat das Bezirksparlament beschlossen, Möglichkeiten für eine Begegnungs- oder Fußgängerzone in der Otto-Bauer-Gasse zu erörtern. Derzeit beschäftigt sich die Mobilitätskommission des Bezirks damit. Die Vorschläge sollen später Anrainern und Gewerbetreibenden vorgestellt werden.

Finanzierungsfrage ungeklärt

Allerdings gebe es dazu noch keinen konkreten Termin, denn solche Dinge bräuchten Zeit, heißt es aus dem Büro des Bezirkschefs Markus Rumelhart. Außerdem stehe immer die Finanzierungsfrage im Raum. Das Bezirksbudget für 2017 werde erst in den kommenden Wochen beschlossen. Das Wichtigste sei aber, dass man vorhabe, mit Anrainern und Gewerbetreibenden ins Gespräch zu kommen. Immerhin: In der Mariahilfer Straße dürfte es wohl bald einen Leerstand weniger geben.

Autor:

Theresa Aigner aus Favoriten

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