Haus des Meeres
Tag der Schildkröten

Ohne Puppi ist im Haus des Meeres nichts los.
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  • Ohne Puppi ist im Haus des Meeres nichts los.
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Die mittlerweile 44-jährige Wasserschildkröte "Puppi" ist nicht nur am Tag der Schildkröten, der am 23. Mai gefeiert wurde, das Highlight im Haus des Meeres.

MARIAHILF. Gründe dafür gibt es so einige, doch der beliebteste ist ihre Vorliebe zum Kuscheln mit Menschen.

Sehen kann man dieses Schauspiel jeden Donnerstag ab 18 Uhr im 4. und 5. Stock im Haus des Meeres. Denn zu dieser Zeit wird das Haibecken, in dem sich auch Puppi befindet, von Tauchern gereinigt. Dabei holt sich die Schildkröte ihre wöchentlichen Streicheleinheiten.

Am Welttag der Schildkröten wurde dieses Szenario zum Anlass genommen, um die Besucher nicht nur über Puppis Herkunft zu informieren, sondern auch um darauf hinzuweisen, wie man mit solchen majestätischen Tieren in freier Wildbahn umgehen soll.

Überall lauern Feinde für Schildkröten

Neben den natürlichen Feinden wie Vögel oder Fische ist der Mensch das größte Übel. Einerseits werden die Nistplätze verringert, an den Stränden wird gebadet, andererseits leitet künstliches Licht, das zumeist von den Strandpromenaden ausgeht, die frisch geschlüpften Schildis in die falsche Richtung. So finden sie nie ins Meer und verenden schließlich.

Ein besonderer Hype bildet jedoch das Schwimmen mit den Wasserschildkröten. Für ein gutes Youtube-Video halten sich Taucher an den Tieren fest und lassen sich ziehen. Dabei können die Schildkröten zum Atmen nicht auftauchen und ertrinken.

Auf dem Markt verkauft

Puppi jedoch hat keine Ahnung davon, wie es in der freien Wildbahn zugeht. Sie wurde im Jahr 1976 auf den Malediven als Suppenschildkröte verkauft.
Das brach der Wienerin Dagmar Hafner das Herz. Sie entschied sich, das Tier zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen. Sechs Jahre lang war Puppi ihr Haustier, wurde in der Badewanne gehalten und sogar mit auf Urlaub genommen. Bis sie im Jahr 1982 zu groß wurde und Hafner sie dem Haus des Meeres übergab.

Seither sind einige Jahre vergangen, doch das änderte nichts an Puppis Liebe zum Menschen. Durch ihre Handaufzucht ist sie Liebkosen gewöhnt und nützt jede Gelegenheit, um sich von ihren Pflegern, den Tauchern oder Biologen im Haus des Meeres Streicheleinheiten zu besorgen.

Um ihre zahlreichen Fans stets auf dem Laufenden halten zu können, wurden sogar zwei Webcams auf www.haus-des-meeres.at installiert. Diese laufen nun rund um die Uhr und zeigen laut Meinung der Besucher das wichtigste Gut Wiens: Puppi!

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