Mariahilf-Interview
Bernhard Stoik übernimmt Funktion als Klubvorsitzender der SPÖ

Bernhard Stoik ist der neue Klubvorsitzende der SPÖ Mariahilf.  | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
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Bei den Roten im 6. Bezirk weht frischer Wind: Der Mariahilfer Bernhard Stoik wurde zum neuen Klubvorsitzenden der SPÖ ernannt. Im Interview mit MeinBezirk stand er Rede und Antwort.

WIEN/MARIAHILF. Bernhard Stoik ist der neue Klubvorsitzende der SPÖ Mariahilf. Er folgt auf Josef Kaiser Zeisel. Seit knapp zwölf Jahren ist Stoik als Bezirksrat tätig, politisch engagiert er sich jedoch bereits seit seiner Jugend. Er lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in Mariahilf.

MeinBezirk hat mit ihm über seinen politischen Werdegang und seine Ziele als Klubvorsitzender gesprochen.

MEIN BEZIRK: Wie sind Sie zur Politik gekommen?
BERNHARD STOIK: Mein Einstieg war über betriebliche Interessen. Ich habe den Lehrberuf zum Bürokaufmann erlernt und mich schon früh als Jugendbetriebsrat engagiert. Wer sich mit Arbeitnehmerrechten beschäftigt, landet früher oder später bei der Sozialdemokratie, weil dort viele dieser Zusammenhänge gebündelt sind. Schon mit 15 oder 16 Jahren habe ich mich politisch engagiert, zunächst in der Schülervertretung bis hin zur Landesschülervertretung. Es waren vor allem konkrete Themen, die mich interessiert haben – etwa Gewerkschaftspolitik und Antirassismusarbeit – weniger die klassische Allgemeinpolitik.

Wann begann Ihre Arbeit für die SPÖ?
Aktiv geworden bin ich rund um 2009, kurz vor dem Wien-Wahlkampf 2010. Zunächst ohne Funktion, einfach aus dem Bedürfnis heraus, nicht nur passiv zu sein, sondern auch aktiv andere zu überzeugen. Bezirksrat bin ich seit knapp zwölf Jahren. Davor war ich als politischer Aktivist im Bezirk tätig.

"Gespür für das Grätzl"

Warum Mariahilf?
Mariahilf ist ein sehr progressiver innerstädtischer Bezirk. Mich hat vor allem die offene Beteiligungskultur fasziniert. Es war ein Umfeld, in dem politische Funktionen oder Alter keine große Rolle gespielt haben, sondern meine Ideen für den Bezirk. Wichtig ist mir auch, dass man dort politisch aktiv ist, wo man lebt, arbeitet oder sich zu Hause fühlt. Nur so entwickelt man ein echtes Gespür für das Grätzl.

Was sind Ihre Ziele als neuer Klubvorsitzender?
Ich möchte den eingeschlagenen Weg der Beteiligung konsequent weitergehen. Menschen wissen sehr gut, was in ihrem unmittelbaren Umfeld funktioniert und was nicht. Politik sollte nicht abgehoben sein, sondern unterschiedliche Meinungen einbeziehen und Entscheidungen transparent erklären. Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Prioritäten nachvollziehbar zu machen.

"Ein konkreter Schwerpunkt liegt im Verkehrsbereich, etwa entlang der Gumpendorfer Straße", so Stoik.  | Foto: Daniel Dutkowski
  • "Ein konkreter Schwerpunkt liegt im Verkehrsbereich, etwa entlang der Gumpendorfer Straße", so Stoik.
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Gibt es weitere Schwerpunkte?
Ein konkreter Schwerpunkt liegt im Verkehrsbereich, etwa entlang der Gumpendorfer Straße. Auf Basis von dem vorangegangenen Beteiligungsprozess zur Umgestaltung der Gumpendorfer Straße sollen dort schrittweise Maßnahmen umgesetzt werden, die kurzfristig und mit den verfügbaren budgetären Mitteln machbar sind. Dabei geht es unter anderem um Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr und der Lebensqualität rund um die Gumpendorfer Straße. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, die vielfältigen Initiativen im Bezirk sichtbarer zu machen, z. B. Sportvereine, Nachbarschaftsinitiativen und soziale Projekte.

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Bernhard Stoik ist der neue Klubvorsitzende der SPÖ Mariahilf.  | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
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"Ein konkreter Schwerpunkt liegt im Verkehrsbereich, etwa entlang der Gumpendorfer Straße", so Stoik.  | Foto: Daniel Dutkowski
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