GEDANKENBLASE - Die neue Mariahilferstraße

Das kann einmal gefährlich werden...
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Warum schreibst du eigentlich keine Kolumne, fragte mich mein Schatz eines Abends und hatte wohl soeben meine Gedanken gelesen. Ich suche nur noch einen passenden Titel dafür, antwortete ich überrascht. Wie heißen denn diese frechen Blasen, wenn sich jemand etwas denkt, fragte sie erneut. Gedankenblasen, konterte ich prompt und wir blickten uns zufrieden in die Augen.
So haben wir ihn also gefunden, den Titel meiner ersten Kolumne, die ich ab heute, hier auf meinbezirk.at, posten werde. In regelmäßig-unregelmäßigen Abständen, ohne Auftrag und Zwang, einfach so, wenn ich in meiner Freizeit dazu Lust verspüre Sie mit meinen Gedanken zu erreichen.

Die neue Mariahilferstraße - vielleicht wird sie ja bald in Maria-Vassilakou-Straße umgetauft - beschäftigt nun schon seit etlichen Wochen die Medien in unserer Stadt. Die einen dafür, die anderen dagegen, verärgert, besorgt, zufrieden oder happy. Man (in diesem Falle Frau) kann es eben nicht allen recht machen, doch wenn schon, dann bitte auch ordentlich.
Eine gefährlich die Seite wechselnde Busspur in einer Fußgängerzone? Radfahrer, die frisch-fröhlich hindurchflitzen, die roten Ampeln am Bundesländerplatz sowie hinein in die Begegnungszonen missachtend? Ebensolche Pedalritter, welche die vorgesehene Klientel einer solchen Zone zur Seite drängen? PKW, Radfahrer und Fußgänger gemeinsam in den Einmündungsbereichen, verunsichert und oft überfordert?
Ich habe mir heute selbst ein Bild darüber gemacht und gestaunt, dass eben diese Fragen zur Feststellung wurden, ohne hier alle in einen Topf zu werfen. Natürlich gibt es sie, die vernünftigen Menschen, die auch gut und gerne ohne Gesetzgebung ein anständiges und soziales Verhalten an den Tag legen. Aber wie wir ja wissen gibt es auch die anderen, und das ist Fact, wie uns die Begriffe Exekutive und Justiz leider täglich lehren.
Warum eigentlich so umständlich, Frau Vizebürgermeisterin? Das ist doch nicht das erste Fußgängerzonen-Projekt in dieser Stadt. Was würde schon gegen eine durchgehende FuZo bei Schaffung der infrastrukturellen Rundum-Maßnahmen sprechen? Neuplanung der Einbahnregelungen, der öffentlichen Verkehrslinienführung, hinaus mit dem Bus, den Radfahrern ein eigener Weg und hinfort mit den unglückseligen Begegnungszonen. Den Ängsten der Geschäftsbesitzer kann ich bei geregelten Zuliefermöglichkeiten nichts abgewinnen, wie uns die Paradebeispiele Wien 1 und Wien 10 zeigen.
Es gilt dieses Projekt attraktiv zu gestalten, und die Mehrheit aller Beteiligten zufrieden zu stellen. Nichts einfacher als das, wenn man (Frau) es auch wirklich will.

Ihr/Euer Norbs

(Fotos NIKON D3100, Tamron 18-270mm)

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Autor:

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