Artenschutz
8,2 Hektar revitalisiert: Naturpark Rosalia-Kogelberg blüht wieder auf
- Anlage eines naturnahen Amphibiengewässers in Pöttelsdorf inklusive Pflanzung von Bäumen und standortgerechten Sträuchern.
- Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
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Im Naturpark Rosalia-Kogelberg werden wertvolle Feucht- und Trockenlebensräume erfolgreich revitalisiert. Durch gezielte Naturschutzmaßnahmen entstanden seit 2023 neue Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten auf 8,2 Hektar. Das Projekt ist Teil einer österreichweiten Initiative zur Stärkung der Biodiversität und zum langfristigen Schutz pannonischer Lebensräume.
BEZIRK MATTERSBURG. Wertvolle Feucht- und Trockenlebensräume im Naturpark Rosalia-Kogelberg waren über viele Jahre stark beeinträchtigt. Nutzungsaufgabe, fortschreitende Verbuschung sowie das Auftreten invasiver Neophyten führten dazu, dass typische Biotoptypen zunehmend verloren gingen und charakteristische Arten verdrängt wurden. Im Rahmen eines bundesweiten Projekts der österreichischen Naturparke konnten seit 2023 auch im Naturpark Rosalia-Kogelberg fünf ausgewählte Flächen revitalisiert und langfristig abgesichert werden.
- Freigelegter Halbtrockenrasen nach massiver Entbuschungsaktion in Draßburg / "Schwarzes Kreuz".
- Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
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Im Mittelpunkt der Arbeiten stand eine angepasste Bewirtschaftung. Dazu zählten gezielte Maßnahmen, partielle Entbuschungen sowie die Einführung einer gelenkten Beweidung. Ergänzend wurden vielfältige Strukturelemente wie Tümpel, Hecken und Saumstrukturen geschaffen, um neue ökologische Nischen und zusätzliche Lebensräume zu ermöglichen.
Neuer Lebensraum auf 8,2 Hektar
Die positiven Effekte sind bereits klar erkennbar: Zuvor stark verbuschte Flächen präsentieren sich heute wieder offener und artenreicher und bieten gefährdeten Pflanzen- und Tierarten neuen Lebensraum auf insgesamt 8,2 Hektar. Charakteristische Arten der Feuchtwiesen, typische Vertreter der Halbtrockenrasen sowie Arten nährstoffarmer Magerstandorte konnten sich erneut ansiedeln.
- Revitalisiertes Landschaftsschutzgebiet in Loipersbach "Oberkogel" zur Etablierung einer artenreichen Magerwiese.
- Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
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Mit den umgesetzten Maßnahmen könne der Naturpark Rosalia-Kogelberg nicht nur wertvolle Offenlandlebensräume retten, sondern auch die ursprüngliche Vielfalt nachhaltig stärken. "Zu sehen, wie diese extensiven Flächen, die keinen wirtschaftlichen Nutzen haben und zu 100 Prozent dem Artenschutz und dem Erhalt unserer Kulturlandschaft dienen, wieder aufblühen, ist für uns ein großer Ansporn", betont Marlene Hrabanek-Bunyai, Geschäftsführerin des Naturparks Rosalia-Kogelberg. Und weiter: "Gerade solche Sonderstandorte sind für viele gefährdete Arten unverzichtbar. Eine Revitalisierung in diesem Ausmaß wäre ohne Fördermittel schlicht nicht möglich."
Naturschutz und Biodiverstität geht alle etwas an
Laut Naturpark Obmann und Baumgartens Bürgermeister Kurt Fischer könne Naturschutz und Biodiversität nicht allein Aufgabe der Naturparkgemeinde sein. "Auch Gemeinden außerhalb der Naturparks tragen Verantwortung für den Erhalt und die Pflege unserer wertvollen Kulturlandschaft und sollten ihren Beitrag leisten, denn Naturschutz geht uns alle an", so Fischer.
- Verbuschter pannonischer Halbtrockenrasen am Wieserberg / Rohrbach vor der Entbuschungsaktion.
- Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
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Die umgesetzten Maßnahmen im Naturpark Rosalia-Kogelberg waren Teil eines österreichweiten Projekts. Gemeinsam mit vier weiteren Naturparken und dem Verband der Naturparke Österreich wurde ein starkes Signal für aktiven Naturschutz gesetzt. Seit 2023 konnten mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds Feuchtgebiete und Sonderstandorte auf insgesamt 46 Hektar revitalisiert werden - ein bedeutender Beitrag zur Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030+.
- Artenreiche Magerwiesen "Gemeindewiesen zum Bidl" in Sieggraben nach Pflegemaßnahmen. Mahd und Abtransport des Mähgutes unter Beibehaltung landschaftsprägender Elemente.
- Foto: Naturpark Rosalia-Kogelberg
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Sichtbare Erfolge der Maßnahmen
Die Erfolge sind bereits deutlich sichtbar: Offenflächen weisen wieder eine hohe Artenvielfalt auf, Feuchtgebiete haben ihren typischen Charakter zurückerlangt und gefährdete Arten wie Große Kuhschelle, Smaragdeidechse oder Apollofalter profitieren unmittelbar von den Verbesserungen. "Das Ergebnis zeigt: Wenn Engagement, Fachwissen und regionale Zusammenarbeit zukommen kommen, können geschädigte Ökosysteme nachhaltig wiederhergestellt und für kommende Generationen gesichert werden", freut sich Veit Kern, Projektkoordinator des VNÖ.
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