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Immer fröhlich, ausgesprochen hilfsbereit und sehr fleißig: So kennen und schätzen Freunde und Kollegen den jungen Afghanen Yarghal.
  • Immer fröhlich, ausgesprochen hilfsbereit und sehr fleißig: So kennen und schätzen Freunde und Kollegen den jungen Afghanen Yarghal.
  • hochgeladen von Renate Hombauer

FORCHTENSTEIN. Als der 21-jährige Yarghal aus Afghanistan nach Österreich kam, stand er vor dem absoluten Nichts: kein Geld, keine Besitztümer, keine Freunde, keine Bleibe, kein Wort Deutsch, keine Perspektive.

Bestens integriert
Heute, nach über 16 Monaten, sieht Yarghals Welt ganz anders aus: Der sympathische, offene Bursche spricht inzwischen fließend Deutsch, hat seit September 2015 eine Lehrstelle bei einer Firma in Forchtenstein, spielt bei einem Mattersburger Club Volleyball und ist bei Chef, Kollegen und Nachbarn gleichermaßen beliebt. Derzeit wohnt Yarghal, seit Oktober 2015 anerkannter Kriegsflüchtling, noch im Caritas-Wohnheim in Forchtenstein, demnächst wird er aber ein Zimmer in der Ortschaft beziehen und damit endgültig den Schritt in die Selbständigkeit wagen.

Unvorstellbare Zustände
In Afghanistan lebte Yarghal in einem kleinen paschtunischen Dorf in der Nähe der Stadt Dschalalabad. Er war der jüngste von vier Brüdern – und der einzige noch lebende. Seine drei älteren Brüder, die für die lokale Polizei gearbeitet hatten, waren der Gewalt von Al-Kaida zum Opfer gefallen.
Auch Yarghal drohte dieses Schicksal: Eines Tages bemerkte er nämlich ein loses Kabel neben seinem Haus – eindeutig die Zündschnur einer Bombe. Der junge Paschtune meldete dies der Polizei und rettete damit vermutlich zwar eine Menge Leben, geriet aber selbst ins Visier von Al-Kaida.

Abenteuerliche Flucht
Sein Vater, der nicht auch noch den letzten Sohn verlieren wollte, kratzte alle Ersparnisse zusammen und engagierte um 15.000 Dollar Schlepper, die Yarghal ins sichere Europa bringen sollten. Die abenteuerliche Flucht dauerte sechs Monate und führte den jungen Paschtunen über Pakistan, Iran, Türkei, Mittelmeer, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn schließlich nach Österreich.
Ob er jemals zurück in seine Heimat will? Sicherlich nicht, zeigt sich Yarghal überzeugt – zumindest nicht, solange dort Krieg herrscht.
Mit seinem neuen Leben in Österreich ist der fröhliche Bursche rundum zufrieden – bis auf einen kleinen Wermutstropfen: Seit über 16 Monaten hat er keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern und zu seiner kleinen Schwester in der Heimat. Al-Kaida hat alle Verbindungen gekappt...

Autor:

Renate Hombauer aus Mattersburg

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