Neustart als Tischlerlehrling in Wiesen
Katharina folgt ihrer Leidenschaft für Holz
- Von der Kindergartenpädagogin zum Tischlerlehrling: Katharina Schütt hat sich für einen beruflichen Neuanfang entschieden - und ist glücklich!
- Foto: Pauschenwein
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Katharina Schütt aus Breitenfurt hat mit Mitte 20 den Mut gefasst, beruflich noch einmal von vorne zu beginnen. Nach ihrer Ausbildung und Tätigkeit als Kindergartenpädagogin hat sie sich für einen vollkommen neuen Weg entschieden und absolviert heute eine Tischlerlehre bei Pauschenwein Creatives Wohnen in Wiesen. Dort macht sie ihre Begeisterung für handwerkliche Arbeit und Holzverarbeitung zum Beruf.
WIESEN. Nach ihrer Ausbildung zur Kindergartenpädagogin sammelte Katharina erste Berufserfahrung, stellte jedoch bald fest, dass dieser nicht ihren Vorstellungen entsprach. "Nicht die Arbeit mit den Kindern war das Problem, sondern die Rahmenbedingungen. Durch beispielsweise dem Personalmangel und die stetig steigenden gesetzlichen Aufgaben, die zusätzlich zu der bestehenden Arbeit erfüllt werden musste, war es oft nicht möglich, den Kindern jene Förderung zukommen zu lassen, die ich in der Ausbildung gelernt habe“, erzählt die heute 28-Jährige im MeinBezirk-Interview. Diese Erfahrungen haben Katharina veranlasst, ihren beruflichen Weg neu zu überdenken. "Ich habe mir oft die Frage gestellt, welchen Beruf ich bis zur Pension ausüben möchte. Und ja, es war schnell klar, es muss ein Handwerk sein!"
Die Liebe zum Holz
Die Entscheidung kam nicht von ungefähr. Schon immer hat Katharina gerne selbst angepackt, Dinge im Haushalt oder in ihrer Freizeit im Reitstall repariert. Die Arbeit mit Holz fasziniert sie dabei immer besonders. Die Lehrstellenausschreibung von Pauschenwein Creatives Wohnen kam für Katharina genau zur richtigen Zeit und eröffnete ihr den Weg in ihren neuen Wunschberuf.
- Die Lehrstellenausschreibung von Pauschenwein Creatives Wohnen in Wiesen kam für Katharina zum richtigen Zeitpunkt.
- Foto: Manuel Sageder/ Steil.Media GmbH
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Hochmotiviert
Derzeit befindet sich Katharina im ersten Lehrjahr. Anfang nächsten Jahres wird sie die Berufsschule in Pinkafeld besuchen. "Ich freue mich darauf, wieder die Rolle der Lernenden einzunehmen. Als Kindergartenpädagogin war ich diejenige, die Wissen vermittelt hat. Jetzt ist es wieder umgekehrt." Auch mit Blick auf die deutlich jüngeren Berufsschulkolleginnen und -kollegen blickt sie optimistisch in die Zukunft. Ihre Motivation sei groß, denn sie habe sich ganz bewusst für diesen Weg entschieden.
Körperliche Fitness & logisches Denken
Wer den Beruf der Tischlerin oder des Tischlers erlernen möchte, sollte laut Katharina einige Voraussetzungen mitbringen. Körperliche Belastbarkeit sei ebenso wichtig wie die Bereitschaft, anzupacken und auch schwere Arbeiten zu übernehmen, sei es in der Werkstatt oder bei Montagen. Darüber hinaus seien logisches Denken, das Verständnis für Arbeitsabläufe, vorausschauendes Planen sowie die Fähigkeit, den Überblick zu behalten, entscheidende Eigenschaften.
Mut zum Neuanfang
Menschen, die über einen beruflichen Neustart nachdenken, möchte Katharina vor allem Mut machen: "Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man es sich traut. Niemandem ist geholfen, wenn man in seinem Job unglücklich ist." Man solle ehrlich zu sich selbst sein und sich die Zeit nehmen, herauszufinden, was wirklich zu einem passt. "Es gibt viele Möglichkeiten. Wichtig ist, das Richtige für sich selbst zu finden.“ Mit ihrem eigenen Werdegang zeigt Katharina, dass es nie zu spät ist, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen.
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