Umfrage-Ergebnisse
Meidlinger wünschen sich mehr öffentliche WCs & Hitzeschutz
- Insgesamt wurden 1.013 Fragebögen ausgewertet. Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) präsentierte die Ergebnisse.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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1.013 Meidlingerinnen und Meidlinger haben bei der „Großen Meidling-Umfrage“ ihre Meinung zum Leben und zur Entwicklung ihres Bezirks abgegeben. Die Ergebnisse zeigen ein überwiegend positives Bild, machen aber auch deutlich, wo sich die Bevölkerung Verbesserungen wünscht.
WIEN/MEIDLING. Wie soll sich der 12. Bezirk in den kommenden Jahren entwickeln? Antworten darauf liefert die „Große Meidling-Umfrage“ von Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ). 1.013 gültige Fragebögen wurden ausgewertet. Nun liegen die Ergebnisse der Befragung vor.
Zankl freut sich, dass das Bild insgesamt positiv ausfällt: Bei 46 von 51 abgefragten Themen gibt es mehr Zufriedene als Unzufriedene. Bei knapp zwei Dritteln der Bereiche erreicht die Zufriedenheit sogar eine absolute Mehrheit. „Die Umfrage ist für mich Bestätigung für den bisherigen Weg und Auftrag für den zukünftigen Weg zugleich“, so Zankl. Ziel der Befragung sei gewesen, herauszufinden, „wie die Meidlingerinnen und Meidlinger ticken“, wo sie mit dem Bezirk zufrieden sind und in welchen Bereichen sie Verbesserungsbedarf sehen.
Lieblingsplatzerl: Meidlinger Markt
Besonders gut schneidet Meidling bei der Nahversorgung ab. 83,7 Prozent der Befragten sind mit der Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten zufrieden, 74,5 Prozent mit dem Einkaufsangebot insgesamt. Auch der Meidlinger Markt erhält mit 70,9 Prozent eine hohe Zustimmung.
Die Frage nach den persönlichen Lieblingsorten im Bezirk zeigt, welche Bedeutung der Meidlinger Markt für die Bevölkerung hat. Insgesamt wurden auf der Bezirkskarte 745 Orte markiert. Genannt wurden dabei 94 unterschiedliche Plätze im Bezirk. Ganz oben steht der Meidlinger Markt: 142 Stimmen beziehungsweise 19,1 Prozent aller Nennungen entfallen auf den Markt.
- Das Lieblingsplatzerl vieler Meidlingerinnen und Meidlinger ist der Meidlinger Markt.
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Positiv bewertet werden außerdem Kindergärten und Schulen. 86,9 Prozent sehen die Nähe zu Kindergärten positiv, 83 Prozent sind mit dem Kindergartenangebot zufrieden. Die Nähe zu Schulen bewerten 80,2 Prozent positiv.
Auch die eigene Wohnsituation wird überwiegend gut beurteilt. Rund 78 Prozent sind mit der Lage und Größe ihrer Wohnung zufrieden, 65,6 Prozent auch mit den Wohnkosten. Die allgemeine Zufriedenheit mit dem Leben in Meidling liegt bei 48,4 Prozent. 27,5 Prozent vergeben die Note drei, 24,1 Prozent bewerten ihre Lebenssituation im Bezirk negativ.
Mehr Öffentliche WCs & Hitzemaßnahmen
Die größten Baustellen zeigen sich bei zwei Themen: dem Angebot an öffentlichen WCs und den Maßnahmen gegen die Hitze. 51,6 Prozent beurteilen das WC-Angebot negativ, nur 20 Prozent positiv. Bei den Maßnahmen gegen die Überhitzung sind 47,1 Prozent unzufrieden, während 24,4 Prozent eine positive Bewertung abgeben.
Für Zankl sind das keine überraschenden Ergebnisse. Beide Themen seien bereits vor der Befragung bekannt gewesen und würden bearbeitet. „Bei beiden Themen waren wir schon vor dieser Umfrage dran“, betont der Bezirkschef. Beim Hitzeschutz setzt der Bezirk vor allem auf mehr Begrünung. Die Begrünung sei „kein Sonderprojekt zum Vorzeigen, sondern fixer Bestandteil jedes Straßenumbaus“.
- Viele Teilnehmer der Umfrage wünschen sich mehr öffentliche WCs im Bezirk.
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Als Beispiele nennt Zankl die Bonygasse und die Sagedergasse. Auch die Baumscheiben auf der Meidlinger Hauptstraße werden derzeit begrünt. Im Christine-Busta-Park ist eine Weiterentwicklung geplant, bei der auch eine neue öffentliche WC-Anlage entstehen soll. Für das kommende Jahr ist zudem ein Begrünungsprojekt in der Rosasgasse zwischen Ehrenfelsgasse und Aichholzgasse vorgesehen.
Bäume und Gehwege auf Platz 1
Besonders eindeutig ist der Wunsch der Bevölkerung bei der Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Befragten mussten sechs Nutzungen des öffentlichen Raums vollständig reihen. 88 Prozent setzen Bäume auf Platz eins, dicht gefolgt von Gehwegen mit 87 Prozent. Das gilt quer durch die Bevölkerungsgruppen, auch bei den Autofahrenden. Parkplätze und Fahrbahnen liegen deutlich dahinter.
Für Zankl ist das ein klarer Auftrag. Mehr Bäume und Schatten seien angesichts zunehmender Hitze keine reine Verschönerungsmaßnahme, sondern eine soziale Frage. „Ein kühler öffentlicher Raum ist die Klimaanlage für alle, die keine haben“, sagt er.
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