"PR-Inszenierung"
Zankl kontert KPÖ-Vorwürfe zu Umfrage und Bürgeranliegen
- Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) weist die Vorwürfe der KPÖ zurück und verweist auf die Zuständigkeiten des Bezirks. (Archiv)
- Foto: Karl Pufler/MeinBezirk
- hochgeladen von Karl Pufler
Die KPÖ Meidling übt scharfe Kritik an der Bezirksvorstehung und wirft ihr vor, Bürgeranliegen nicht ausreichend ernst zu nehmen. Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Zuständigkeiten sowie bereits laufende Maßnahmen.
WIEN/MEIDLING. Kurz nachdem die Ergebnisse der „Großen Meidling Umfrage“ von Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) präsentiert wurde, gibt es bereits Kritik. Die KPÖ Meidling spricht von einer „PR-Inszenierung“, da die Umfrage mit 1.864 Teilnehmenden nicht repräsentativ für einen Bezirk mit knapp 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sei.
Zankl weist die Vorwürfe entschieden zurück. Die Umfrage mit 1.013 gültigen Fragebögen sei ein „fundiertes Stimmungsbild“. "Seriöse österreichweite Umfragen arbeiten häufig mit weniger Befragten", betont er. Zudem erklärt Zankl, dass die Stichprobe mit den demografischen Daten des Bezirks vergleichbar sei.
Weiter wirft die KPÖ der Bezirksvorstehung vor, andere Anliegen von Bürgerinitiativen zu ignorieren und nennt dabei drei Beispiele. Kritik gibt es etwa zum Khleslplatz: Hier wirft die KPÖ dem Bezirk vor, die Anliegen der Anrainer trotz mehr als 700 gesammelter Unterschriften und Protesten nicht zu berücksichtigen.
Verweis auf Zuständigkeit
Zankl verweist darauf, dass die Unterschriften an den Petitionsausschuss des Gemeinderats gerichtet gewesen seien und nicht an den Bezirksvorsteher. Der Bezirk konzentriere sich daher auf jene Bereiche, in denen er zuständig sei – den öffentlichen Raum. Dazu laufe bereits eine Bürgerbeteiligung.
- Die KPÖ kritisiert den Umgang der Bezirksvorstehung mit den Anliegen der Anrainer am Khleslplatz. (Archiv)
- Foto: Angelika Dichler
- hochgeladen von Michael Marbacher
Auch die Öffi-Anbindung des Wildgartens sorgt für Kritik. Der Bezirkschef habe zunächst einen Start der Buslinie 16A mit 1. Jänner 2027 in Aussicht gestellt, später aber auf die Zuständigkeit der Wiener Linien verwiesen. Zankl entgegnet, er habe lediglich den vom Öffi-Unternehmen kommunizierten Zeitplan weitergegeben; eine persönliche Zusage für einen Start habe es nicht gegeben. Die Verbesserung der Öffi-Anbindung bleibe aber ein Anliegen des Bezirks.
Zuletzt wird auch der Umgang mit dem sogenannten „Horrorhaus“ in der Flurstützstraße 8 kritisiert. Hier habe die KPÖ Ersatzvornahme gefordert, die bislang nicht erfolgt sei. Auch hier verweist Zankl auf die begrenzten Zuständigkeiten. Zu der Liegenschaft liefen offene Behördenverfahren. Der Bezirk könne weder in diese eingreifen noch eine Ersatzvornahme eigenständig anordnen. Er habe die Situation der Mieterinnen und Mieter aber wiederholt an die zuständigen Stellen herangetragen.
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