22.11.2016, 17:56 Uhr

„Mehr Männer in die Pflege!“

Dirketorin Mag. Martina Steiner (li) mit Stationsleitung Jana Ticha und „Held des Tages“ Vincent Sepe. (Foto: Kursana)
Wien: Kursana Residenz Wien-Tivoli |

Die „Helden des Tages“ in der Pflege wurden anlässlich des Internationalen Männertags geehrt

Der Internationale Männertag am 19. November hatte das Ziel, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben. Im Pflegebereich ist in Österreich das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen immer noch groß: Lediglich 13% Männer sind hierzulande in Pflegeberufen tätig, aber 87% Frauen.* Daher nahm die Kursana Residenz Wien-Tivoli diesen Tag zum Anlass, die Männer in der Pflege vor den Vorhang zu holen. Direktorin Mag. Martina Steiner bedankte sich bei den elf männlichen Pflege-Mitarbeitern für ihren Einsatz und überreichte jedem einen Schlüsselanhänger mit dem Aufdruck „Held des Tages“.

Vom Fußballer zum Pfleger.

Einer dieser „Helden“ ist Vincent Sepe. Vor seiner Tätigkeit als Pflegehelfer war der 49-Jährige Profi-Fußballer in der Elfenbeinküste. Während eines Krankenhausaufenthalts beeindruckte ihn die Arbeit des Pflegepersonals so, dass er den Entschluss fasste, selbst eine Ausbildung zum Pflegehelfer zu absolvieren. Seit 2014 ist er Pfleger in der Kursana Residenz: „Mein oberstes Ziel ist, dass sich unsere Bewohner wohlfühlen. Ich gehe individuell auf sie ein, ihre Meinung und Wünsche fließen in die Betreuung ein. Ich pflege sie genauso wie ich meine Eltern pflegen würde.“ Und vieles geht auch in der Pflege mit Humor leichter, erzählt er: „Manchmal lege ich ein kleines Tänzchen hin oder mache den ‚Kasperl‘ – und freue mich, wenn alle lachen!“ Und was unterscheidet Männer von Frauen im Pflegeberuf? „Männer sind körperlich kräftiger, uns fällt es leichter, Bewohner zu heben. Und von Mann zu Mann redet es sich natürlich anders, alleine daher ist es wichtig, dass auch Männer in der Pflege vertreten sind.“

„Wir in der Kursana Residenz freuen uns, wenn mehr Männer Pflegeberufe ergreifen – nicht nur, um mehr Pflegekräfte zu finden. Denn genauso unterschiedlich wie unsere Bewohner sollen auch die Pflegekräfte sein. Und es wertet den Pflegeberuf auf. Die Vorstellung, dass Pflege ein ‚weiblicher‘ Beruf sei, wird langsam aus den Köpfen verschwinden und es wird deutlicher, dass er eine hohe fachliche und persönliche Professionalität verlangt“, so Direktorin Mag. Martina Steiner.
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