Bei einer Lesung von Helmut Brandstätter stand Berichterstattung und Medienkonsum im Fokus
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Buch-Gewinnerin Petra, Bibliothekar Franz Köstler, Helmut Brandstätter und Jungredakteur Johannes Köstler bei der Lesung im Lesetreff Schleinbach.
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SCHLEINBACH (gdi). Der ehemalige Journalist und Kurier Herausgeber Helmut Brandstätter, nun für die NEOS tätig, sprach in der Bücherei Schleinbach über sein Buch "Kurz & Kickl" und widmete sich dabei besonders dem Thema kritischer Journalismus.

Als genauer Beobachter der Medienlandschaft ortete er die zunehmende Steuerung von Bildern und Nachrichten unter der letzten Regierung. "Redakteure müssen das schreiben dürfen, was sie selbst beobachten und hören, alles andere geht in Richtung autoritäre Nachrichtenzentrale", so Brandstätter. Die Suche nach Popularität von Politikern sei verständlich, erklärte der Autor, jedoch sei die Kombination aus populistischer Angstmache mit gleichzeitigem Anprangern von Sündenböcken verheerend. Auf die Publikumsfrage, was Bürger gegen Populismus tun können, war Brandstätters Antwort: "Das Rezept ist Bildung. Wenn Bürger aus der Flut von Nachrichten bewusst mehrere Quellen wählen sowie in- und ausländische Berichterstattung verfolgen, ist die Gefahr einer einseitig gesteuerten Meinungsbildung geringer." 

Die leidige Bildungsdebatte

Für mündige Bürger müsse demnach bereits das Schulsystem Neugier und Diskussionsfreiheit unterstützen, denn je breiter die Bildung  junger Menschen ausfällt, desto mehr werden sie später aktiv aus vielen Möglichkeiten schöpfen. "Unsere Bildungsdebatte konzentriert sich seit 40 Jahren auf die Ganztagesschule, aber nicht auf die Inhalte der Lehrstoffe," so Brandstätter. Er plädierte für das Hinterfragen des eigenen Medienkonsums. "Wo ist mein Schwerpunkt bei der Informationsbeschaffung: bei Aufreger-Artikeln oder bei Hintergrundinformationen aus verschiedenen Blickwinkeln?" Franz Köstler, umtriebiger Bibliothekar und Organisator der Veranstaltung, erzählt über das Zustandekommen dieser bestens besuchten Lesung: "Ich habe bei einer Veranstaltung Herrn Brandstätter direkt angesprochen, ober er auch ohne Gage zu uns kommen würde, und er sagte sofort zu."

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