Zu heiß für viele Feuchtbiotope

Bei Friebritz speist eine Quelle und Grundwasser das Feuchtgebiet
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FALLBACH/ASPARN A. D. ZAYA (ega). Was sich beim schnellen Vorbeifahren als Katastrophe für naturnahe Lebensräume anfühlt, sollte sich auf Nachfrage bei den verantwortlichen Stellen als Segen für alle Wildtiere herausstellen: gerade noch rechtzeitig vor der diesjährigen Krötenwanderung wurden die Feuchtbiotope der Gemeinden Fallbach und Asparn an der Zaya wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre hatte sich die Schilfbereiche dramatisch ausgeweitet, die einst freien Wasserflächen verlandeten zusehends.
Die 1989 als Versuch und Pilotprojekt von der Technischen Universität in Wien errichteten und unter Anwesenheit des damaligen Landwirtschaftsministers Josef Riegler ihrer Bestimmung übergebene Feuchtgebiete bewährten sich über mehr als drei Jahrzehnte. Die ersten Feuchtbiotope Niederösterreichs entwickelten sich höchst erfolgreich, jetzt musste leider eingegriffen werden. Bürgermeister Josef Kerbl berichtete von Rückgängen der Wasserspiegel um die Hälfte und der damit verbundenen Ausbreitung der Schilfflächen.
In Abstimmung mit der Biotopbetreuung des Landes, die zuerst eine Beurteilung abgegeben und dann die Vorgehensweise für die Sanierung bestimmt hatte, wurde mit den Baggerarbeiten begonnen.
Hofrat Hans Katzmayer von der Niederösterreichischen Landesregierung, der schon bei der Errichtung 1989 verantwortlich war, hatte nun auch die Projektierung der Sanierung bis Jänner dieses Jahres über, dann verabschiedete er sich in den Ruhestand.
Die alten Beckensohlen wurden nun wieder von der bis zu 75cm dicken Schlammschicht befreit, der Baggerfahrer bestätigte, dass er mit der Schaufel sehr genau die ursprüngliche Lehmsohle, den gewachsenen Boden, aufspüren kann und ihr folgt. So wollte er die ursprüngliche Tiefe und Form der Feuchtbiotope wiederhergestellen. Natürlich wird dabei Bedacht darauf genommen, dass ein gewisser Streifen an Schilf zum Brüten der Wasservögel erhalten bleibt. Herrmann Hummel, bis vor kurzem Jagdleiter in Loosdorf, beruhigt: „Jetzt sehen die ausgeräumten Flächen noch sehr kahl aus, aber mit Jahresende wird man kaum noch etwas von der Säuberung merken. Die Wildtiere kommen jetzt schon wieder. Rehe, viele Wasservögel und auch Fasanen sind schon wieder da und es wurde natürlich darauf geachtet, dass durch genügend flache Böschungsbereiche die Wasserfläche für verschiedenste Wildtiere zugänglich wird“.
In so trockenen Zeiten wie diesen ein absolutes Muss.

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