06.11.2016, 18:17 Uhr

Übungsannahme: LKW gegen Schulbus

In Mönchhof fand eine Großübung von Feuerwehr und Rotem Kreuz statt. (Foto: BFK Neusiedl)

„Verkehrsunfall zwischen LKW und Schülerbus, viele Verletzte Personen“ lautete das Übungsszenario für die diesjährige Abschnittübung des Abschnitts 2/ Bezirk Neusiedl am See, welche am 05.11.2016 in Mönchhof veranstaltet wurde.

MÖNCHHOF. Der Name war Programm- diese Übung hatte es in sich!
Übungsannahme war ein Herzinfarkt eines LKW- Fahrers, der im Kreisverkehr Mönchhof/Industriegebiet ungebremst in einen mit Schülern vollbesetzten Bus krachte und diesen zum Umstürzen brachte. Dabei wurden auch insgesamt vier PKW´s schwer beschädigt, wobei in drei PKW´s Personen eingeklemmt wurden, ein vierter PKW ging in Flammen auf. Für diese Übung wurden insgesamt 40 freiwillige Übungsdarsteller in Form von Jugendfeuerwehrmitgliedern und anderen Kindern aus der Umgebung eingesetzt. Um auch für das Rote Kreuz ein sehr realistisches Übungsszenario wie möglich zu bieten, wurde allen Übungsdarstellern durch das Rote Kreuz vor Übungsbeginn geschminkt, wodurch es aussah dass die Kinder wirkliche „Verletzungen“ beim Unfall davontrugen.
Die beiden Hautverantwortlichen Übungsausarbeiter, Kommandant HBI Fegerl Johannes aus Mönchhof und LM Kummer Gerald aus Gols, hatten nach monatelanger Vorbereitung, welche ausschließlich in deren Freizeit durchgeführt wurde, eine wirklich sehenswerte und für alle Beteiligten sehr lehrreiche und interessante Übung auf die Beine gestellt.
Nach der Alarmierung galt es für die ersteintreffende FF Mönchhof, sich in erster Linie einen Überblick über die komplexe Großschadenslage zu machen. Anschließend wurden durch den Einsatzleiter der FF Mönchhof, Thomas Hafner, alle Feuerwehren des Abschnitts 2 nachalarmiert und Einsatzbefehle an die nachrückenden Kräfte gegeben. Weiters wurde durch das Rote Kreuz ein Großaufgebot an die Einsatzstelle beordert, um die „Verletzten“ Fachgerecht zu versorgen und für den Abtransport vorzubereiten.
Das größte Problemstellte sicherlich die Personenrettung aus dem Bus dar, da der Bus auf der Seite lag konnten die Personen nur durch die Windschutzscheibe befreit werden. Ein zwischenzeitlicher simulierter Brand im Motorraum des Busses sorgte zwar kurzzeitig für Aufregung, der Brand wurde jedoch in kurzer Zeit wieder gelöscht.
Nach rund 90 Minuten konnten alle Verletzten aus den verunfallten Fahrzeugen befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden, was aufgrund der Größe und Komplexität als äußerst rasch angesehen werden kann. Diese Übung hat alle Beteiligten gezeigt, dass solche Szenarien durchaus bis an die Leistungsgrenzen jedes Teilnehmers gehen können, jedoch konnte eindrucksvoll bewiesen werden, dass die Einsatzkräfte selbst solche Großereignisse professionell und rasch meistern.
Die Feuerwehr war mit rund 90 Mitgliedern, das Rote Kreuz mit rund 40 Mitgliedern und die Polizei mit vier Mitgliedern an der Übung beteiligt, weiters waren Gemeindevertreter der Gemeinden Mönchhof und Gols, der Bezirksfeuerwehrkommandant LBD Szankovich sowie zahlreiche Schaulustige anwesend.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.