29.10.2017, 15:10 Uhr

Meteoriteneinschlag in Kroatisch Minihof

Vortragender MMag. Michael Hirschler, Andrea Karall und Maria Anna Kuzmits von der Bibliothek der „Jungen Initiative Kr. Minihof“ sowie Anna Fleischhacker und Franziska Kocsis, die den Abend musikalisch umrahmten
Kroatisch Minihof: Pfarrhof |

Eine fast vergessene Sensation

Der Meteorit von Kroatisch Minihof ist einer von sieben Meteoriten, die bis heute auf dem heutigen österreichischen Staatsgebiet gefunden wurden.
„Licht“ in den Hergang des Fundes im Jahr 1905 und in das weitere Schicksals des Steins, der vom Himmel fiel, brachte nun MMag Michael Hirschler mit einem Vortrag auf Einladung der Bibliothek der „Junigen Initiative Kr. Minihof“. Der Vortrag wurde im Rahmen der Aktion „Österreich liest“ veranstaltet.
Akribisch recherchierte Hirschler die wenigen greifbaren Fakten und verfolgte den Weg des Meteoriten von Kroatisch Minihof über Wien ins Ungarische Nationalmuseum in Budapest. Einige ältere Minihofer können sich noch gut an die Erzählungen ihrer Väter erinnern, die nahe der Einschlagstelle Zeugen dieses seltenen Ereignisses wurden und dann auch beim Fund dabei waren. Zitat aus der Öedenburger Zeitung, die am 1. Juni 1905 berichtete: „Am letzten Samstagvormittag hörten die Arbeiter der Ziegelei ein lautes Sausen und sahen einen dunklen Gegenstand mit Blitzeschnelle aus der Luft herabstürzen, der sich tief in den Erdboden einwühlte. Als man den Gegenstand ausgrub, sah man, dass es ein faustgroßer Meteorstein sei.“ Ein kleines Stück des Steines fand schließlich seinen Weg aus Budapest zurück und ist heute gemeinsam mit den anderen österreichischen Funden im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt.
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