13.12.2017, 15:05 Uhr

Eine Spende für die Pannonische Tafel Oberpullendorf: Helfen, wo Hilfe nötig ist

Andrea Rasochek (2.v.li.) mit Mitarbeitern und Braun Geschäftsführer Jochen Joachims (5.v.li.)

Helfen, wo Hilfe nötig ist

LOCKENHAUS/OBERPULLENDORF (EP). Die Pannonische Tafel wurde 2008 gegründet und kann sinnbildlich als Brücke zwischen Überfluss und Mangel betrachtet werden. 2012 wurde in Oberpullendorf eine zweite Filiale eröffnet. Überall, wo Lebensmittel abfallen, holen ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiter diese ab und verteilen sie gegen einen Mitgliedsbeitrag von 1,50 Euro pro Einkauf an Menschen, die sich aus verschiedensten Gründen in einer finanziellen Notlage befinden. Die Ware stammt meistens aus dem Lebensmittelhandel, aber auch Privatpersonen sind willkommen, wenn sie für die Tafel miteinkaufen. Bis heute zieht Obfrau Andrea Roschek mit Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter die Fäden. Das Spendensammeln, Kochen, Organisieren, den Verein finanziell aufrechterhalten - alles fällt in ihren Bereich.
"Wir versuchen darüber hinaus die Situationen Einzelner auch abseits ökonomischer Knappheit zu verbessern. Unser Ziel ist es, Lebensrealitäten in ihrer Gesamtheit zu erkennen, abseits von bürokratischen Hürden und Hemmnissen", so Roschek, deren Engagement nicht von ungefähr kommt. Sie verlor vor Jahren beide Töchter bei einem Autounfall und weiß, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der für einen da ist. "Ich bin nach dem Tod meiner Töchter in ein tiefes Loch gefallen, musste mich aber um meine anderen Kinder kümmern. Ich wäre damals auf der Straße gestanden, hätte ich nicht Menschen gehabt, die mich unterstützten." Für Andrea Roschek ist die Pannonische Tafel heute noch wie eine Therapie, allerdings ist der laufende Betrieb auch in Oberpullendorf mit Kosten verbunden. "Die Miete übernimmt nach wie vor der Lions Club Oberpullendorf, ich möchte mich an dieser Stelle nochmal herzlich bedanken."

Schönes Beispiel

Ihr Dank gilt auch all jenen Firmen und Privatpersonen, die die Pannonische Tafel unterstützen. So wie die Möbelmanufaktur Braun Lockenhaus. Das Unternehmen hat sich heuer dazu entschlossen, keine gedruckten Weihnachtskarten zu versenden und den dafür vorgesehenen Betrag an die Pannonische Tafel in Oberpullendorf zu spenden. Vor kurzem wurde der Scheck in der Höhe von 1.000 Euro sowie diverse Lebensmittelspenden an Andrea Roschek überreicht. „Wir sind froh, mit dieser Geste eine Einrichtung zu unterstützen, die Menschen in prekären Lebenslagen direkt und ohne überbordende Bürokratie hilft. Weg von einer Wegwerfgesellschaft und hin zur Solidarität für unser Umfeld, das möchten wir mit dieser Aktion unterstreichen“, erklärt Kommerzialrat Jochen Joachims, Geschäftsführer von Braun Lockenhaus. Andrea Roschek freut sich: „Stellvertretend für die von uns unterstützten Familien bedanke ich mich bei Herrn Joachims und seinem Team für diese großzügige Spende. Es würde uns als Pannonische Tafel besonders freuen, wenn weitere Einrichtungen diesem Beispiel folgen und damit unserer Gesellschaft helfen.“
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