21.11.2016, 15:16 Uhr

"Ich schätze das Dorfleben"

Maria Schunerits ist Obfrau des Pensionistenverbandes in Kaisersdorf

KAISERSDORF (EP). Und dieser ist seit ihrer Obmannschaft aktiver denn je: Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es im örtlichen Gasthaus ein Schnitzelessen, es werden das ganze Jahr über Ausflüge gemacht und jeden Donnerstag findet in der ehemaligen Amtmannwohnung im Gemeindehaus ein Clubnachmittag statt. Dann wird Karten gespielt, der neueste Dorftratsch besprochen oder Geburtstag gefeiert. "Es ist total interessant, wenn die alten Leute von früher erzählen, ich könnte stundenlang zuhören."
Maria Schunerits ist seit 1. Mai 2015 Obfrau des Verbandes. "Bei meiner Übernahme gab es 97 Mitglieder, jetzt sind es 111", so die Obfrau stolz, die großen Wert darauf legt, dass alle Pensionisten der Gemeinde willkommen sind.

Tradition

"Ich finde, in so einem kleinen Ort sollten alle zusammenhalten, ich frage sicher niemanden, der bei uns mitmachen will, nach seiner Parteizugehörigkeit." Maria Schunerits wurde in Kaisersdorf geboren, ihr Vater war ein typischer burgenländischer Pendler, bevor er die gesamte Familie nach Wien holte. Von da an wurde Kaisersdorf nur an den Wochenenden besucht, eine Tradition, die Maria Schunerits und ihr Gatte weiterführten. Die gelernte Schneiderin verbrachte ihr gesamtes Arbeitsleben in Wien, die letzten 12 Jahre davon war sie Schulwartin. "Das war meine schönste Zeit", schwärmt sie heute noch. "Ich hatte immer ein offenes Ohr für die Schüler, sie kamen mit ihren Sorgen und Nöten zu mir, ich habe mich mit allen gut verstanden", so die Mutter zweier erwachsener Söhne und begeisterte Leihoma für die Kinder ihrer Nichte. In der Pension kehrte das Ehepaar Schunerits nach Kaisersdorf zurück.

Zusammenhalt

Auch wenn es sie ab und an nach Wien zieht – ich habe alle meine Ärzte noch in der Stadt – schätzt Maria Schunerits an Kaiserdorf die Ruhe, den Zusammenhalt der Menschen und das Dorfleben. "Man muss aber schon ein bisschen was selbst dazu beitragen, damit es nicht langweilig wird", schmunzelt die begeisterte Hobbygärtnerin, die zweisprachig, kroatisch und deutsch, aufgewachsen ist. "Deshalb hab ich auch viele ´meiner Schüler` aus dem ehemaligen Jugoslawien verstanden. Bloß die wussten es nicht", lacht die ehemalige Schulwartin und wendet sich ihrem ganzen Stolz, einem blühenden Weihnachtskaktus, zu.

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