13.09.2017, 00:00 Uhr

Gefahrenquellen bei Einbrüchen meist versteckt

Versteckte Terrassentüren und -fenster locken Einbrecher an. (Foto: Foto: RMA Archiv/Polizei)

Kellerfenster und Terrassentüren haben einen besonders hohen Risikofaktor, wenn es um Einbrüche geht.

BGLD (ms). Auch wenn Einbrüche einen nur geringen Anteil an der Gesamtkriminalität im Burgenland ausmachchen, werden sie intensiver wahrgenommen. Gerade in der Urlaubszeit ist es wichtig Vorkehrungen zu treffen, damit das eigene Haus oder die Wohnung nicht unbewohnt erscheint.
Einfache Tipps wie Zeitungen aus der Rolle und Post aus dem Briefkasten zu entfernen, eine Lichtschaltanlage, die über Zeitschaltuhr angeht oder einfach den Nachbarn ersuchen, eine Auge aufs Haus zu werfen, können schon helfen, um den Anschein zu vermitteln, dass jemand da ist.

Abschreckung

Alarmsysteme, die es bereits in großer Vielfalt gibt, sind nach wie vor die besten "Abschrecker" für Diebe. Sicherheitstüren und -Fenster, die einen Einbruch erschweren, lassen Täter zurückweichen.
Auch ein Wachhund ist ein guter Partner, um diese gar nicht erst auf den Gedanken kommen zu lassen.

Schwachstellen

Wesentliche Gefahrenquellen sind nun versteckte Öffnungsmöglichkeiten. "Türen und Fenster, die von der Straße her gut sichtbar sind, werden gemieden. Es sind vor allem Kellerfenster, Balkontüren oder Türen, die sich in einem versteckten Winkel befinden, die Einbrecher anlocken. Dort haben sie oft genügend Zeit, um diese aufzudrücken, da diese kaum besonders gesichert sind", so ein Kriminalexperte der Polizei.
Derzeit sind es auch eher Tageseinbrüche, die stattfinden, da abends die Bewohner zuhause sind und die Täter suchen sich nun neue Tageszeiten. "Darum ist es auch wichtig, dass die Nachbarn Verdächtiges an die Polizei melden", so der Experte.

Gemeinsam sicher
Ein Projekt, das derzeit auch im Burgenland umgesetzt wird, ist "Gemeinsam sicher". Davon verspricht sich die Polizei wesentliche Verbesserung - auch in der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.
Die Initiative stützt sich auf vier Säulen bzw. Partnern. Die Sicherheitspartner sind Anlaufstellen der Bevölkerung in den Gemeinden, wo es auch einen Sicherheitsgemeinderat gibt. Für die Sicherheitspartner gibt es bei der Polizei Sicherheitsbeauftragte als Ansprechpartner. Im Bezirk werden übergeordnet bei der Polizei Sicherheitskoordinatoren installiert.

So funktioniert eine Alarmanlage

In der Regel besteht eine Alarmanlage aus mehreren Einheiten (Zentrale, Sensoren, Bedienelemente, Signalgeber).
Das Bedienelement schaltet die Alarmanlage scharf oder deaktiviert sie wieder. Hierbei kann es sich um ein Tastenfeld, eine Funkfernbedienung oder ein Schlüsselanhänger mit RFID-Chip handeln. In der Regel kann hierüber auch gesteuert werden ob alle Alarmbereiche scharf geschaltet sind oder nur bestimmte Bereiche.
Die Sensoren (Melder) wie zum Glasbruchsensoren, Bewegungsmelder oder auch Tür- und Fensterkontakte übermitteln Gefahren. Alarmanlagen können auch durch Rauch- und Gasmelder ergänzt werden.

Herz der Anlage
Die Zentrale bildet das Herz der Alarmanlage, in der die unterschiedliche Signale verarbeitet werden. Meldet ein Sensor eine Gefahr, löst das Programm über entsprechende Signalgeber Alarm aus. Das kann ein akustischer und/oder optischer Alarm sein.
Moderne Alarmanlagen können gleichzeitig den Eigentümer und Polizei alarmieren sowie Verschließmechanismen aktivieren. Ein stiller Alarm verzichtet auf Akustik bzw. Optik und meldet sich nur bei Eigentümer oder Polizei.
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