Farben, Formen und Fantasie
Das diesjährige Kreativcamp in Siget in der Wart war ein voller Erfolg
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Das Kreativcamp im Rahmen des traditionellen „Erlebnissommers“ des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins (BUKV) in Siget in der Wart stieß auch dieses Jahr auf großes Interesse. Vom 3. bis 7. August bot der Evangelische Gemeindesaal in Siget in der Wart den Rahmen für die vormittäglichen künstlerischen Einheiten, die von der Zeichenlehrerin Anikó Vida geleitet wurden. An dem fünftägigen Workshop nahmen zwölf Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren teil.
Im Mittelpunkt des Programms stand auch heuer das spielerische und kreative Kennenlernen verschiedener künstlerischer Techniken. Die Kinder arbeiteten mit Aquarell- und Acrylfarben, probierten sowohl angeleitetes als auch freies Zeichnen aus und lernten, wie sich zweidimensionale Darstellungen in räumliche Formen weiterentwickeln lassen.
Eine besondere Rolle spielten dabei rhythmische Muster und Mandalas. Eine der Aufgaben bestand darin, eine Schildkröte zu gestalten. Dabei konnten die Kinder erfahren, wie harmonisch Farben und Formen miteinander verbunden werden können.
Ein wichtiger Bestandteil des Programms war auch der Übergang von der flächigen Darstellung zur Gestaltung räumlicher Formen. Anhand von Motiven aus der Natur – Hügel, Baumstämme, Sträucher und Blume – übten die Kinder, wie sich Formen, die sie im Alltag sehen, mit Linien, Größenverhältnissen und Schattierungen auf einer ebenen Fläche möglichst anschaulich darstellen lassen.
Beim Aquarell kolorierten die Kinder zunächst mit Aquarellstiften und verwandelten ihre Zeichnungen anschließend mit einem feuchten Pinsel durch das Vermischen der Farben in richtige Gemälde. Dabei konnten sie auch die Eigenschaften verschiedener Papiersorten kennenlernen und sich mit den Grundlagen einfacher Landschaftsbilder vertraut machen. Das Arbeiten mit Acrylfarben eröffnete weitere Möglichkeiten: Die schnell trocknenden Farben luden dazu ein, mutiger mit Farbschichten, Farbtönen und unterschiedlichen Oberflächenwirkungen zu experimentieren.
Das angeleitete und freie Zeichnen führte die TeilnehmerInnen vom Nachahmen vorgegebener Motive bis hin zur selbstständigen Umsetzung eigener Vorstellungen. Nicht Perfektion stand dabei im Mittelpunkt, sondern die Freude am eigenen Gestalten, das Experimentieren und der Mut, eigene Ideen sichtbar zu machen.
„Es geht nicht um Perfektion, sondern um Selbstvertrauen, mutigen Ausdruck und die Fähigkeit, aufeinander zu achten. Wenn ein Kind über das eigene Werk staunt, beginnt dort die eigentliche Entwicklung“, erklärte Anikó Vida.
Die künstlerischen Einheiten beschränkten sich dabei natürlich nicht nur auf das Zeichnen und Malen. Beim kreativen Arbeiten konnten die Kinder ihre Feinmotorik und Geschicklichkeit weiterentwickeln und zugleich Aufmerksamkeit und Geduld trainieren. Die kreativen Aufgaben boten ihnen außerdem die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, mit Farben und Formen zu experimentieren und individuelle Lösungen zu finden.
Zum Abschluss des Workshops wurde vor Ort eine Ausstellung mit den Werken der Kinder gestaltet. Die farbenfrohen Arbeiten zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich die TeilnehmerInnen an dieselben Aufgaben herangingen und wie viel Raum neben dem gemeinsamen Arbeiten auch für die Umsetzung eigener Ideen blieb.
Wie erfolgreich das Camp war, brachte vielleicht eine der einfachsten Fragen der Kinder am besten auf den Punkt: „Gibt es das nächstes Jahr wieder?“
Die Frage beantwortet sich wohl am besten durch die Erlebnisse dieser Woche. Das Kreativcamp in Siget in der Wart bot den Kindern auch heuer fünf abwechslungsreiche und erlebnisreiche Tage. Die Freude am gemeinsamen Gestalten, das Entdecken neuer Techniken und die gemeinsam verbrachte Zeit machten das Camp zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.
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