Streit um Wiesflecker Rinder

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Wo: Martin Hettlinger, Acker, Wiesfleck auf Karte anzeigen

¶WIESFLECK/PINKAFELD (ms). Vor rund zwei Jahren hat der Wiesflecker Landwirt Martin Hettlinger erste Überlegungen angestellt, einen neuen Stall für seine Rinder zu errichten.
„Einerseits wollen wir unseren neue Perspektiven bieten, zum anderen schreibt das Bundestierschutzgesetz eine Vergrößerung der Stallkapazität oder eine Verkleinerung der Rinderanzahl vor. Wir haben lange nach einem passenden Grundstück gesucht und nun gefunden. Es liegt zwar direkt an der Pinkafelder Hottergrenze, aber die Vorbehalte kann ich nur schwer nachvollziehen. Es haben auch Fachleute der Landwirtschaftskammer, der Raumplanungsbehörde und landwirtschaftliche Berater dieses Gelände als sinnvollste Lösung erachtet“, fasst Hettlinger zusammen, der einen Antrag auf Flächenumwidmung bei der Gemeinde stellte.
„Das Ansuchen liegt in der Vorbegutachtung auf. Wir warten auf die Stellungnahme der Behörde. Dann entscheidet der Gemeinderat, ob die Umwidmung behandelt wird. Bei negativen Erinnerungen wird es vermutlich nicht auf die Tagesordnung kommen. Es macht wenig Sinn, weil es dann im Ping-Pong-System hin und her geschoben wird“, sagt Wiesflecks Bürgermeister Johann Brenner.

Unterschriftenaktion
Der Nachbarbürgermeister aus Pinkafeld will den Stall unbedingt verhindern: „Das Areal liegt in einer Senke unmittelbar an der Hottergrenze. Gleich hinter dem Hügel liegt die Marktfeldsiedlung und ein Naherholungsgebiet. Ein Gebäudekomplex mit rund 200 Rindern hätte sicher einige negative Auswirkungen. Das will ich auch aus der Erfahrung mit der Biogasanlage heraus den Anrainern ersparen. Deshalb startet mit 1. Feber eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt!“
„Ich verstehe die Vorbehalte nicht. Es geht um die Umwidmung von etwa 1,5 ha Fläche für den Stall. Wir bewirtschaften hier insgesamt 130 ha. Keine Fuhre würde bei diesem Standort durch Wiesfleck oder Pinkafeld gehen. Bei einem zweiten möglichen Standort müssten wir unsere Fuhren durch Wiesfleck transportieren. Das will ich vermeiden, da mir die Probleme mit der Biogasanlage bekannt sind. Ich bin ein großer Befürworter der Anlage. Sie ist eine tolle Sache, aber am völlig falschen Standort errichtet“, so Hettlinger, der „an die Vernunft der Pinkafelder appelliert“, denn „wenn er seinen Stall nicht bauen kann, muss er weiter seine Ladungen zur Biogasanlage führen, die er sonst an seine Stiere verfüttern könnte“.
„Ich stehe dazu, da ich das den Anrainern - auch den zukünftigen, nicht zumuten kann. Hettlinger soll einen anderen Standort finden“, sagt Maczek.

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