07.09.2016, 10:00 Uhr

Schulbeginn – So entwickelt sich das Sehen bei Kindern

Kurzsichtigkeit hat bei Kindern in den letzten Jahren zugenommen. (Foto: Kids by Johann von Goisern)
Es dauert bis zum zehnten, bei manchen Kindern sogar bis zum zwölften Lebensjahr, bis der Sehsinn vollends ausgereift ist. In dieser Phase sind unsere Kleinen besonders gefährdet, dass sich bei ihnen eine Fehlsichtigkeit entwickelt. Diese zeigt sich oft rund um den Schulbeginn, wenn die Augen der Kinder speziell gefordert sind. „Umso wichtiger ist es für Eltern, zwischen der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung des Sehens und einer möglichen Fehlsichtigkeit ihres Kindes zu unterscheiden“, weiß Landesinnungsmeister Josef Riegler.

Entwicklungsstufen
Neugeborene sehen noch unscharf und vor allem Hell-Dunkel-Kontraste. Mit etwa sieben Monaten sieht ein Baby auch schon Gegenstände außerhalb seiner Reichweite und beginnt danach zu greifen. Ein einjähriges Kind besitzt etwa 50 Prozent der Sehschärfe. Vor allem im zweiten und dritten Lebensjahr nimmt die Sehschärfe weiter erheblich zu. Bis das Kind neun Jahre alt ist, entwickelt sich auch das räumliche Sehen und entspricht dann schon dem eines Erwachsenen. Am längsten benötigt die Entwicklung des Gesichtsfelds. Mit neun Jahren ist es seitlich noch um etwa 30 Prozent eingeschränkt.
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