561 LehrerInnen in Erster Hilfe geschult

Werner Mayr, Dr. Peter Lechleitner, RK Tirol Präsident Robert Moser, LR Beate Palfrader, Elisabeth Bachler, Peter Spanblöchl, Reinhard Schuller und Reinhard Salcher (v.l.)
  • Werner Mayr, Dr. Peter Lechleitner, RK Tirol Präsident Robert Moser, LR Beate Palfrader, Elisabeth Bachler, Peter Spanblöchl, Reinhard Schuller und Reinhard Salcher (v.l.)
  • Foto: RK Tirol
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OSTTIROL (red). Im Jahr 2016 ereigneten sich in Tirol 3.489 Unfälle im Rahmen des Schulunterrichts. Im Ernstfall kommt es darauf an, dass innerhalb der ersten Minuten die richtigen Maßnahmen gesetzt werden und rasch geholfen wird.

Um dies zu gewährleisten, sollten alle Lehrpersonen in Erster Hilfe ausgebildet sein. Bei den meisten liegt der Erste Hilfe-Kurs allerdings schon viele Jahre zurück.
Daher hat das Tiroler Jugendrotkreuz in Kooperation mit der Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen in Tirol in den letzten 3 Jahren 561 LehrerInnen in Osttirol in Erster Hilfe geschult. Osttirol ist damit österreichweit der erste Bezirk, in dem sämtliche PflichtschullehrerInnen Erste Hilfe-fit sind.

Landesrätin Beate Palfrader sprach von einer "großen Sache die hier passiert ist“ und bezeichnete das Projekt als Musterbeispiel.
Und auch die Osttiroler Schüler sind über das Tiroler Jugendrotkreuz bestens in Erster Hilfe ausgebildet. Bereits im Kindergarten zeigt die JRK-Figur ROKO den Kleinsten, was im Notfall zu tun ist. „Leben retten – just do it“ ist der Titel des Reanimationskurses, über den seit dem Schuljahr 2008/2009 auf Initiative von Dr. Peter Lechleitner vom BKH Lienz jährlich alle Osttiroler Schüler der 7. Schulstufe (pro Jahr ca. 700 Schüler/innen) eine dreistündige Reanimationsschulung erhalten. Mitarbeiter des BKH Lienz, des Roten Kreuzes Lienz und des Jugendrotkreuzes Osttirol veranstalten dieses Projekt gemeinsam in den Schulen.

Die AUVA, als gesetzlich zuständige Unfallversicherung für Schüler, stattet erstmals Volks- und Pflichtschulen in Osttirol mit einem Erste Hilfe-Paket aus. Handgriffe werden spielend geübt. Erste Hilfe verliert seinen Schrecken – denn im Notfall zählt jede Minute. Durch Üben an Dummies und Model-Defibrillatoren werden die Kinder früh sensibilisiert und mit dem „Helfen“ vertraut gemacht.

Der große Vorteil der verschiedenen Programme ist die Einbindung aller am Schulstandort tätigen und anwesenden Personen. Wie wirksam die Auseinandersetzung mit dem Thema Erste Hilfe ist, zeigen zahlreiche Situationen, in denen in den letzten Jahren Schüler im Notfall geholfen haben und zu Lebensrettern wurden. Bestätigt werden die Bemühungen zudem durch die Studie von Dr. Lechleitner, die belegt, dass die Zahl der erfolgreich und ohne bleibende Schäden reanimierten Personen in Osttirol in den letzten 10 Jahren beinahe verdreifacht werden konnte.

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