Nationalpark Hohe Tauern
Besucherlenkung im Tauerntal und Innergschlöss

Startpunkt für „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ beim Matreier Tauernhaus.
  • Startpunkt für „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ beim Matreier Tauernhaus.
  • Foto: NPHT/Jurgeit
  • hochgeladen von Hans Ebner

Ein Pilotprojekt zur winterlichen Besucherlenkung in Matrei, insbesondere mit den Startpunkten um das Matreier Tauernhaus mit dem Tauerntal und Innergschlöss, konnte verwirklicht werden.

MATREI. Da Skitouren, Schneeschuhtouren und generell Bewegung im Freien nicht nur mehr Boom, sondern bereits fester Bestandteil im Alltag vieler Freizeitsportler geworden ist, ist auch der Druck auf den Naturraum, in denen diese Aktivitäten stattfinden, ansteigend. So leben im Winter einige Wildtiere in- und außerhalb des Nationalparks Hohe Tauern auf Sparflamme, um die harten winterlichen Bedingungen zu überstehen – speziell in einem schneereichen Winter wie diesem. Fluchtreaktionen kosten enorm viel Energie, welche, je nach Häufigkeit der Störung, über Leben oder Tod dieser Tiere entscheiden kann. Betroffen sind bekannte Bewohner wie Birkhühner, Schneehühner, Steinböcke und Gämsen. Letztere sieht man oft schon von Weitem, Erstere erst, wenn sie fliehen und manchmal sieht man nur die Spuren im Schnee, als untrüglicher Beweis, dass sie da sind aber uns meiden.

„Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“

Im Rahmen des Konzepts „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“ der Forstabteilung Tirol konnte im Spätherbst ein Projekt zur Winterbesucherlenkung und Information für das Tauerntal und Gschlösstal initiiert werden – hier treffen klassische Skitourenrouten, der Eiskletterpark und die Loipen auf eine im Winter geforderte Tierwelt. Das Land Tirol arbeitet bereits mehrere Jahre nach dem Konzept „Bergwelt Tirol miteinander erleben“ und verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz mit dieser konfliktreichen Thematik. Unter anderem wurde im Villgratental bereits ein derartiges Projekt erfolgreich verwirklicht.
Für das Tauerntal und Gschlösstal wurden Schutzzonen für bestimmte Wildtierarten herausgearbeitet. In Workshops mit Stakeholdern wie dem Alpenverein als Sport- und Naturschutzvertreter, Bergführer- und Bergrettungsvertretern, den Betreibern des Eiskletterparks und Betroffenen aus der Jagd wie auch Grundbesitzern wurden diese sensiblen Bereiche erarbeitet.

Schutzzonen

In einem ersten Schritt wurden die Tourenmöglichkeiten und auch zu meidenden Bereiche in einer informativen Winterpanoramatafel im Bereich des Matreier Tauernhauses (Infopavillon) dargestellt – für die Naturnutzer bietet diese auch eine sehr detaillierte Übersicht über die winterlichen Freizeitmöglichkeiten im Tauern- und Gschlösstal, aber auch Informationen wo und wie man Rücksicht auf die Tierwelt nehmen soll. Die Etablierung dieser Schutzzonen wird einige Zeit dauern, aber nach und nach werden immer mehr Sportler informiert sein, da insbesondere Tourenportale und die Schnittstelle Tourismus mit einbezogen werden und weitere Standorte (Ausgangspunkte) im Tauerntal folgen.

Freiwilligkeit

Die erarbeiteten Schutzzonen sind auf freiwilliger Basis und sollen die Wintersportler nicht aussperren, sondern Bewusstsein für die Tiere schaffen, die nach der Tour nicht in ein warmes Wohnzimmer können, sondern bei allen Härten des Winters nur überleben wollen. Gewünscht wird ein bewusstes Verhalten im vielseitig beanspruchten Naturraum, der nur weiter als das, was er ist und wofür wir ihn lieben, nämlich der vermeintlichen Unberührtheit, Wildheit und Freiheit wegen, existieren kann, wenn wir auch in unserem Nutzungsverhalten achtsam damit umgehen. Ein wertvolles Gut, was zu schützen sich lohnt, damit alle was davon haben.

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