Liste Fritz kritisiert mangelhafte Kommunikation

Die Spitalsreform trifft auch das BKH Lienz. In welcher Form genau, will man erst bekanntgeben.
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OSTTIROL (ebn). Massive Kritik an der Tiroler Spitalsreform äußerten vergangene Woche Andreas Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste Fritz. Vor allem Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg stand dabei im Fokus.
Dieser hatte die Schließung des Krankenhauses in Natters angekündigt und hatte auch mit der Kinderstation im Krankenhaus St. Johann gleiches vor.
Nach massivem öffentlichen Druck musste Tilg von diesen Plänen wieder abweichen.

"Osttirol hat es im Vergleich dazu nur glimpflich getroffen. Wir werden dennoch sehr genau darauf achten was hier passiert. Wir glauben, dass es in erster Linie wichtig ist, dass die Bevölkerung bestmöglich versorgt ist", erklärt Haselwanter-Schneider.
"Der Plan hier lautet  'Niedergelassen vor stationär'. Wir verstehen, dass man im Krankenhaus nicht jeden Schnitt im Finger behandeln kann, aber wir wollen nicht, dass die Menschen vom öffentlichen Bereich in den privaten gedrängt werde", ergänzt Markus Sint.

Im März verlautbarte Landesrat Tilg , dass es notwendig sei, durch entsprechende Anpassungsmaßnahmen in den vollstationären Strukturen in Lienz auf Veränderungen zu reagieren. Wie diese Veränderungen im Detail aussehen werden, ließ er dabei offen. Jedenfalls bleibe das fachlichen Spektrum erhalten.
Die Liste Fritz steht dieser Aussage skeptisch gegenüber. "Schriftliche Unterlagen bekommen wir vom zuständigen Landesrat Tilg keine, genaue Zahlen haben wir schwarz auf weiß überhaupt noch nicht gesehen", so die Oppositionspolitiker.
Während einer Besprechung mit dem Landesrat tauchten allerdings Zahlen auf. "Ich habe diese nach bestem Wissen und Gewissen mitgeschrieben", so Haselwanter-Schneider. Demnach wird Lienz zwar ein paar Betten verlieren, ein Kahlschlag würde allerdings anders aussehen. In Summe stehen 289 Betten auf der Liste. Neben Chirurgie (30 Betten), Interne Abteilung (80), Ortho-Trauma (39) auch andere Abteilungen wie Palliativ (4), Akutgeriatrie (30) oder Urologie (15). Nicht vertreten ist hingegen eine HNO-Abteilung. Wie endgültig diese Zahlen sind, konnten Haselwanter-Schneider und Sint nicht sagen: "Der Tiroler Landtag und seine 36 Abgeordneten müssen über diese Spitalsreform entscheiden und wurden von Anfang an schlecht informiert. Tilg verunsichert Patienten, Mitarbeiter und die gesamte Bevölkerung mit seiner mangelhaften Kommunikation."
Anfang Juni will Landesrat Tilg die tatsächlichen Auswirkung der Spitalsreform auf das BKH-Lienz präsentieren.

Die Spitalsreform trifft auch das BKH Lienz. In welcher Form genau, will man erst bekanntgeben.
Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste Fritz.

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