18.09.2014, 12:14 Uhr

Dorferneuerungspreis: Kals ausgezeichnet

Bürgermeister Klaus Unterweger und Amtsleiterin Erika Rogl nahmen die Auszeichnung für die Großglocknergemeinde entgegen. (Foto: Odi Schmid)

Die Gemeinde spielt europaweit in der "obersten Liga" der nachhaltigsten Dörfer und Regionen.

Mehr als 1.000 DorferneuerungsakteurInnen aus ganz Europa wohnten kürzlich der Verleihung des 13. Europäischen Dorferneuerungspreises in der Graubündner Gemeinde Vals (Schweiz), die den Wettbewerb vor zwei Jahren gewonnen hatte, bei. Unter ihnen auch elf VertreterInnen aus Kals. Die Großglocknergemeinde hat es zusammen mit elf weiteren Gemeinden in die höchste Kategorie geschafft und wurde für ihre ganzheitliche, nachhaltige, mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität ausgezeichnet. Als Sieger ging in diesem Jahr die Gemeinde Ungarische Gemeinde Tihany hervor.

Bereits im August 2013 nominierte die Tiroler Dorferneuerung die Osttiroler Gemeinde, um an diesem alle zwei Jahre stattfindenden Bewerb teilzunehmen. Zwischen Dezember 2013 und Jänner 2014 stellten die Kalser ihre Bewerbungsunterlagen zusammen, am 4. Juni 2014 fand schließlich die Jury-Bereisung statt und Anfang Juli erreichte die Gemeindevertreter dann die erfreuliche Nachricht, in der höchsten Kategorie ausgezeichnet worden zu sein.

Zitat aus der Jurybegründung:
"Besonders hervorgehoben wurde der lange Prozess von zwanzig Jahren, in dem es gelungen ist, den verloren gegangenen baulichen Ortskern mit mutiger zeitgemäßer Architektur zu gestalten und damit ein Zentrum für ein starkes soziales Miteinander zu schaffen. Gleichzeitig hat man es geschafft, den sensiblen alpinen Lebens-, Wirtschaft- und Erholungsraum zu erhalten und in seiner Funktion auszubauen. Besonders hervorzuheben sind dabei neben der mutigen zeitgemäßen baulichen Gestaltung mit Rücksicht auf die noch vorhandene schützenswerte Bausubstanz auch die damit verbundene Belebung der Gebäude mit höchst wichtigen Funktonen für das kulturelle und identitätsstiftende Vereinsleben. Die erfolgreiche Bewusstseinsbildung und die daraus resultierende Inwertsetzung von Landschaft und Landschaftshaushalt im Einklang mit einer nationalparkgerechten alpinen Landwirtschaft sind vorbildhaft. Der schließlich dennoch erreichte wirtschaftliche Erfolg im Tourismus bedeutet hohe Wertschöpfung für Dorf und Dorfbewohner.“
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