08.03.2017, 09:30 Uhr

Technik interessierte sie mehr als Puppen

Lea Lackner wusste schon als Kind, dass sie einmal einen technischen Beruf ausüben will.

Zum Frauentag haben wir mit einer jungen Dame gesprochen, die einen typischen Männerberuf erlernt.

Am 8. März wird zum 106. Mal der internationale "Tag der Frau" - auch bekannt als "Weltfrauentag", "Frauenkampftag" und "Frauentag" - gefeiert. Dieser Aktionstag steht für den langen Kampf der Frauen für eine gleiche Teilhabe an einer gerechten Gesellschaft. Waren früher das Wahlrecht oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Fabrikarbeiterinnen die zentralen Forderungen der Frauen, wird heute die Hälfte der Posten für Entscheidungsträgerinnen in Politik und Wirtschaft verlangt. Auch die Forderung nach „gleichem Lohn für gleiche Arbeit“ ist bis heute nicht zufriedenstellend umgesetzt und nach wie vor haben viele Frauen, die in sogenannten typischen Männerberufen arbeiten, oftmals mit Vorurteilen zu kämpfen.

Die Mechanikerin

Die BEZIRKSBLÄTTER haben den Aktionstag zum Anlass genommen um mit einer jungen Dame zu sprechen, die sich ganz bewusst für so einen Berufsweg entschieden hat.
Lea Lackner ist 16 Jahre alt und hat im Vorjahr eine Lehre zur KFZ-Technikerin im Autohaus Fercher in Oberlienz begonnen. Dass sie einmal einen technischen Beruf ausüben will, hat sie schon früh gewusst. "Mich haben technische Sachen immer schon mehr interessiert als Puppen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mit meinen Cousins groß geworden bin", erzählt die 16-Jährige. Auf ihren Berufswunsch haben ihre Familie und ihr Freundeskreis sehr positiv reagiert und alle haben sie in ihrem Vorhaben bestärkt. Die Lehrstellensuche gestaltete sich für die Lienzerin allerdings alles andere als einfach.
"Ich glaube gerade in dieser Branche ist es schon schwer als Frau Fuß zu fassen. Man hat mit Vorurteilen wie 'zu wenig Kraft' oder 'Frauen bleiben eh nicht im Beruf' zu kämpfen", meint Lackner.
Im Autohaus Fercher klappte es dann schließlich mit der Lehrstelle. "Ich wurde hier aufgenommen wie in einer Familie und alle sind sehr nett und hilfsbereit und das Wichtigste: die Arbeit macht Spaß", erzählt die 16-Jährige.
Auf die Frage, ob die Berufswahl die richtige für sie war, antwortet die angehende KFZ-Technikerin: "Ja und ich würde es immer wieder machen".
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