KPÖ fordert ein
Über 600 Unterschriften für neue Parkfläche bei U3 Kendlerstraße
- Zuletzt wurde der Bauzaun um die Kendlerstraße von Unbekannten mit Parolen beschmiert. Sie weisen darauf hin, dass in der Baulücke bislang nichts geschehen ist.
- Foto: Janine Kokesch/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Ein abgesperrtes Grundstück, wenig Schatten und steigende Temperaturen: Rund um die U3-Station Kendlerstraße sorgt eine ungenutzte Freifläche weiterhin für Diskussionen.
WIEN/PENZING/OTTAKRING. Mit der Kampagne „Her mit dem Kendlerpark!“ will die KPÖ Penzing Bewegung in die Debatte rund um eine ungenutzte Grünfläche in der Nähe der U3-Station Kendlerstraße bringen. Innerhalb von drei Wochen kamen nach Angaben der Partei bereits mehr als 600 Unterschriften zusammen. Damit soll der Forderung nach einer Öffnung und künftigen Nutzung der Fläche als Park mehr Nachdruck verliehen werden.
- Lena Coufal, Bezirkssprecherin der KPÖ Penzing, bezeichnet den fehlenden Baufortschritt als "Skandal".
- Foto: KPÖ Penzing
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
In den vergangenen Wochen waren Aktivistinnen und Aktivisten der KPÖ Penzing bei Haustürgesprächen im Grätzel unterwegs. Dabei wurden Anrainerinnen und Anrainer nach ihren Erfahrungen und Wünschen gefragt. Häufig genannt würden dabei die Hitze in den Wohnungen, fehlende Schattenplätze und der Wunsch nach einer nutzbaren Grünfläche.
Parkerrichtung steht still
Die KPÖ fordert deshalb eine rasche Zwischennutzung des derzeit brachliegenden Areals. Die Fläche soll nach ihren Vorstellungen zunächst unkompliziert als kühler Treffpunkt für die Nachbarschaft geöffnet werden. Gleichzeitig verlangt die Partei, dass die Stadt Wien ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Bauträger konsequent einfordert. Dieser hätte bereits, im Rahmen der Errichtung von Wohnhausanlagen, für die Schaffung eines "Parks" im Areal, sorgen müssen. Geschehen ist bislang allerdings nichts. MeinBezirk hat berichtet:
Um die Forderungen weiter zu untermauern, soll die Kampagne in den kommenden Wochen ausgeweitet werden. Geplant sind weitere Haustürgespräche, Infostände bei der U3-Station Kendlerstraße sowie die Verteilung der Stadtteilzeitung „Penzinger Stimme“. Im Herbst soll die gesammelte Petition an die zuständigen Stellen übergeben werden.
KPÖ-Bezirkssprecher Tom Kessler betont dabei den Beteiligungscharakter der Aktion. Die Partei wolle den Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner Gehör verschaffen und möglichst viele Menschen dazu bewegen, sich einzubringen.
Park soll bis 2028 fertig sein
Hoffnung bleibt: Laut der MA 37-Baupolizei wurde im vergangenen Jahr ein Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag zwischen der Baufirma Logos Immobilien GmbH sowie den Stadtgärten (MA 42) und der Abteilung für Immobilienmanagement (MA 69) unterzeichnet. Gemäß diesem Dokument soll der Baubeginn spätestens im Sommer 2027 erfolgen. Die Fertigstellung ist dann für Ende 2028 angedacht.
Ob und wann die Fläche tatsächlich geöffnet beziehungsweise zum Kendlerpark entwickelt wird, bleibt somit weiterhin eine politische und planerische Frage.
Hier geht's zur Petition.
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