Fast 1000 Menschen im Bezirk Perg sind auf Wohnungssuche

- <b>M. Gusenbauer-Jäger</b> und A. Nerat: Beim Wohnprojekt in der Parkstraße Schwertberg entstehen 47 Miet-Wohnungen.
- hochgeladen von Michael Köck
Rekordzahl an Wohnungssuchenden in Oberösterreich. Starker Anstieg auch im Bezirk Perg.
BEZIRK (mikö). 969 Menschen suchten zum Jahresende 2014 eine Wohnung im Bezirk. 2013 waren es laut Wohnbauabteilung des Landes 883 Personen. Ein Anstieg von fast zehn Prozent. Das stärkste Plus in absoluten Zahlen verzeichneten Langenstein (+29) und Mauthausen (+24). Bürgermeister Thomas Punkenhofer (SP) erklärt: "Der Bedarf unterliegt einer Schwankungsbreite, meist haben wir in Mauthausen zwischen 100 und 150 Suchende. Das hängt von vielen Faktoren ab." Viele der Wohnungswerber würden schon jetzt im Ort leben, suchen nach einer kleineren und günstigeren Wohnung. Bis 2020/2021 entstehen im Ort 350 bis 400 neue Wohneinheiten: Am Kirchenberg sind 70 Wohnungen geplant, am alten Sportplatz 60 bis 70. 80 bis 100 Parzellen werden zur Einzelbebauung gewidmet. Dazu kommen kleinere Projekte.
Wohnbauprojekte in Langenstein
Langensteins Ortschef Christian Aufreiter (SP) verweist ebenfalls auf Wohnbauprojekte, um den Bedarf zu decken. Noch im April stellt Ebersteiner 15 Miet-Wohnungen fertig. Im Herbst und im Frühjahr 2016 kommen zwei Mal je 15 Miet-Wohnungen hinzu. 16 Eigentumswohnungen sind geplant. Der Anstieg an Wohnungssuchenden ist kein Perg-Trend.
Oberösterreich: Höchster Wert aller Zeiten
50.797 Menschen suchten Ende 2014 im Land eine neue Wohnung - so viele wie noch nie. SP-Landtagsklubchef Christian Makor sieht in der Rekordzahl einen Handlungsauftrag für die Wohnbaupolitik des Landes: "Wir brauchen ein Sonderwohnbauprogramm, um den nötigen Wohnraum für die Bevölkerung zu sichern. Das ist machbar, weil die gemeinnützigen Wohnbauträger Projekte für mehr als 1700 Wohnungen fertig haben, die rasch gestartet werden können. Damit können wir wertvollen Wohnraum schaffen, Arbeitsplätze sichern und hohe Mietpreissteigerungen eindämmen.“ FP-Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner: "Der soziale Wohnbau ist gerade eben dazu da, die Verknappung des Wohnraums abzumindern. Seit meinem Amtsantritt ist es mein vorrangiges Anliegen, einer Verteuerung des Wohnbaus entgegen zu treten. Alle meine Maßnahmen haben bewirkt, dass das Wohnen leistbar geblieben ist." Er hofft auf angekündigte Gelder des Bundes. Den Schrei nach Sonderwohnbauprogrammen bezeichnet Haimbuchner "ein klein wenig unglaubwürdig: Die selben Parteien verhindern ja das Fließen dieser Mittel im Bund."
Die Zahl der Wohnungssuchenden in den Gemeinden zum Jahresende 2014:
Allerheiligen: 4
Arbing: 10
Baumgartenberg: 22
Dimbach: 2
Grein: 55
Katsdorf: 37
Bad Kreuzen: 37
Langenstein: 96
Luftenberg: 59
Mauthausen: 127
Mitterkirchen: 9
Münzbach: 3
Naarn: 32
Pabneukirchen: 3
Perg: 334
Rechberg: 7
St. Georgen/W.: 7
St. Georgen/G.: 54
St. Thomas: k.A.
Saxen: 15
Schwertberg: 33
Waldhausen: 26
Hinweis: Für manche Gemeinden gibt es aus Datenschutz-Gründen keine Angabe.



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