Mystischer Mondstein
Wanderung auf den Mondstein

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Am Donausteigwanderweg Bad Kreuzen ging es bei herrlichem Herbstwetter von der Aumühle zum „Kraftplatz“ auf den Mondstein, wo wir einen herrlichen Rundblick bis zum Ötscher genießen durften. 
Der mystische Mondstein ist ein Verwitterungsgebilde mit typischen Wollsäcken.
Insgesamt führt der Donausteig-Weitwanderweg mit seinen 450 km von Passau über Linz bis Grein. Immer wieder begegnet man auf der Strecke mystischen Sagengestalten, eindrucksvollen Landschaften und bedeutenden Kulturschätzen.

Zauber des Mondsteins...
Es ist noch gar nicht so lange her, da rief der Mondstein in Bad Kreuzen eher Furcht als Wohlwollen hervor. Ein schlimmer Opferstein sei es gewesen. Davon waren die Menschen aus der Umgebung überzeugt. Nach und nach aber geriet der Mondstein in Vergessenheit.
Eines Tages jedoch kamen Sendboten von weit her, um dem Stein seine Aufwartung zu machen. Die Mädchen schlugen ihr Quartier auf der Steinplatte auf. Sie sangen nächtelang geheimnisvolle Lieder. Mit ihrem Gesang wurde der Zauber des Mondsteins wieder erweckt.
Jahr für Jahr kamen sie und hauchten dem Stein neues Leben ein. Geheimnisvoll waren sie alle Mal. Nach einem heftigen Gewitter sah man sie nie wieder.
Bis heute noch zieht der Mondstein jene Menschen an, die seinen Zauber wahrnehmen können. Wer in Vollmondnächten zum Stein wandert und sich ganz still verhält, der kann die schönen Mädchen um den Stein tanzen sehen und ihren geheimnisvollen Liedern lauschen.
Donausage erzählt von Helmut Wittman (zu lesen auf der Tafel beim Mondstein)

Wollsäcke…

Geologisch gehört das Aist – Naarn - Kuppenland, in dem wir uns befinden, zur Großeinheit der Böhmischen Masse und besteht hauptsächlich aus Graniten und Gneisen, dem Kern eines alten Gebirges. Besonders regionaltypisch sind die Fels- und Blockgebilde, die durch Verwitterungsprozesse entstanden sind. Oft finden sich an Kuppen, Rücken und Scheiteln Fels- und Blockgebilde. Sie entstehen durch die sogenannte Wollsackverwitterung. Durch sie bleiben abgerundete Blöcke übrig, durch Abtrag des sie umgebenden Materials werden sie freigelegt. Sie sind landschaftsprägende Elemente und wichtiger Lebensraum für Flechten und Moose.

Bei der Wollsackverwitterung dringen chemisch aggressive Lösungen in das Gestein ein und es kommt zu einem Steinzersatz entlang der Ecken und Kanten. Es entstehen abgerundete Steinquader, die von Verwitterungsmaterial umgeben sind. Wird dieses Material abgetragen, bleiben sie als Wollsackblöcke, oft in bizarren Formen, zurück. (zu lesen auf der Tafel beim Mondstein)

Autor:

Hanspeter Lechner aus Enns

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