Carmina Burana“ begeisterte im Donausaal Mauthausen

Carmina Burana im Donausaal Mauthausen | Foto: Mauthausen Tourismus
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Alfred Hochedlinger zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Mauthausen ernannt

MAUTHAUSEN.
Mit Carl Orffs weltberühmter szenischer Kantate „Carmina Burana“ setzte der Chor der Pfarre Mauthausen, *musica viva*, am Samstag, 4. Juli 2026, im Donausaal Mauthausen einen eindrucksvollen musikalischen Höhepunkt. Unter der Leitung von Alfred Hochedlinger erlebten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher eine kraftvolle, berührende und hochkonzentrierte Aufführung.

„Carmina Burana“, 1937 uraufgeführt, zählt zu den bekanntesten Werken der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts. Die szenische Kantate erzählt keine durchgehende Handlung, sondern greift mittelalterliche Texte aus dem Kloster Benediktbeuern auf. In lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache besingen sie die unberechenbare Macht der Fortuna, die Freuden des Frühlings, Liebe, Lebenslust, Trinkfreude und die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins.

Orff verzichtet dabei bewusst auf komplizierte Melodieführung. Stattdessen setzt er auf archaische Kraft, treibende Rhythmen, klare Harmonien und starke dynamische Gegensätze. Gerade dieses Wechselspiel aus monumentaler Wucht und feiner, lyrischer Gestaltung machte die Aufführung im Donausaal besonders eindrucksvoll.

Die rund 30 Musikerinnen und Musiker wurden von musica viva & Freunde sowie vom Chor der Volksschule Mauthausen verstärkt. Die drei Solistinnen und Solisten überzeugten mit großer Ausdruckskraft und bemerkenswertem Stimmvolumen: Irena Krsteska als Sopranistin, der aus Mauthausen stammende Tenor Wolfram Igor Derntl sowie Bariton Alejandro Pizarro-Enriquez. Gemeinsam mit Orchester, Chor und den jungen Sängerinnen und Sängern entstand eine geschlossene und mitreißende Gesamtleistung.

Nach der rund eineinhalbstündigen Aufführung folgte ein besonderer Höhepunkt des Abends: Dem musikalischen Leiter Alfred Hochedlinger wurde die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Mauthausen verliehen. Damit würdigte die Gemeinde sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Wirken für Musik, Kultur, Kirche und Bildung in Mauthausen.

Alfred Hochedlinger prägt das kulturelle Leben der Marktgemeinde seit vielen Jahrzehnten. Nach seiner Ausbildung zum Religionslehrer an der Religionspädagogischen Akademie der Diözese Linz erhielt er unter anderem Orgelunterricht bei Wolfgang Fürlinger und wurde von Anton Reinthaler zum Chorleiter ausgebildet. Seit 1981 leitet er den von ihm gegründeten Chor der Pfarre Mauthausen, musica viva, und ist als Organist der Pfarrkirche Mauthausen tätig.

Neben seinem Beruf als Religionslehrer an der Volksschule Mauthausen war und ist Hochedlinger auch in der Ausbildung tätig. Seit 1993 unterrichtet er an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz die Bereiche Gesang im Religionsunterricht, musikalisches Gestalten und musikalisch-künstlerische Liturgiegestaltung.

Sein musikalisches Schaffen umfasst zahlreiche Chorwerke und Kompositionen, die teilweise bei renommierten Verlagen veröffentlicht wurden. Besonders hervorzuheben ist auch das Gedenkkonzert „50 Jahre Befreiung KZ-Mauthausen“, das gemeinsam mit dem Singkreis Mauthausen und dem Jugendchor der Pfarre Mauthausen auf Tonträger veröffentlicht wurde und überregionale Beachtung fand.

Mit Auszeichnungen wie dem Silbernen Ehrenzeichen und der Note in Silber des Österreichischen Sängerbundes, dem Silbernen und Goldenen Ehrenzeichen der Marktgemeinde Mauthausen sowie dem Ingrid-Steininger-Kulturförderpreis wurde sein Engagement bereits mehrfach gewürdigt. Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft ist nun ein weiterer, besonders sichtbarer Dank für sein nachhaltiges Wirken in und für Mauthausen.

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