04.01.2017, 06:00 Uhr

2017 im Zeichen von Thomas Lansius

Eine persönliche Unterschrift des "Altpergers" Thomas Lansius wird im Tübinger Stadtarchiv aufbewahrt. (Foto: Franz Pfeiffer)

Das neue Jahr wird einem der berühmtesten Söhne der Stadt Perg gewidmet

PERG. Zum 50-Jahr-Jubiläum des Heimat- und Museumsvereins Perg wird es von 5. Mai bis 26. Oktober eine Sonderausstellung geben. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung wird eine Perger Berühmtheit stehen, die viele vielleicht gar nicht kennen: Thomas Lansius. Der hohe württembergische Verwaltungsbeamte wurde 1577 in Perg geboren. Aufgrund seines protestantischen Glaubens verließ er mit 17 Jahren Perg in Richtung Tübingen. Im Alter von 81 Jahren verstarb er in der kleinen Stadt in der Nähe von Stuttgart. Am Dienstag, 14. Februar, feiert der Perger Verein, der 2014 mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet wurde, gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk den 440. Geburtstag von Lansius. Thomas Lansius hat auch die Reformationsbewegung geprägt. 1617 hielt und veröffentlichte er zum 100-Jahr-Jubiläum der Reformation die einzige weltliche Rede. Am Dienstag, 21. März, wird deshalb Günter Merz im Pfarrheim einen Vortrag zum Thema "500 Jahre Reformation" halten. Die Sonderausstellung wird dann den Titel "Thomas Lansius – Flucht und Karriere" tragen und Forschungsergebnisse der Frühen Neuzeit im Südwesten Deutschlands mit den Erkenntnissen von Heimatforschern in Perg verknüpfen. Außerdem wird es am 6. September einen "Perg liest-Abend" geben, bei dem die europäischen Perspektiven von Thomas Lansius präsentiert werden. Zum Abschluss des Jahrs veranstaltet der Verein am 15. November einen Festakt zum 50-jährigen Vereinsjubiläum.

Zur Sache:

Der Perger Heimat- und Museumsverein ist seit 1993 in der Stifterstraße 1 in Perg beheimatet. Interessierte können das Museum das ganze Jahr an Samstagen und Sonntagen von 14 bis 17 Uhr, sowie jederzeit nach Vereinbarung besuchen.

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