17.11.2016, 17:10 Uhr

Knapp 800.000 Euro für 108 Jahre altes Eisenbahnviadukt in Grein

Generalsanierung des 70 Meter langen „Kreuzenbach-Viaduktes“ (Foto: ÖBB-Schlachter)

Auffrischungskur für Donauuferbahn: ÖBB-Infrastruktur AG schließt Sanierung von Natursteinbrücke ab

GREIN. Die ÖBB investieren laufend in die Modernisierung ihrer Anlagen. Dazu gehört auch die Sanierung von Brücken und Viadukten – wie etwa das „Kreuzenbach-Viadukt“ auf der Donauuferbahn bei Grein, über das bereits seit 1908 Züge fahren. Nun wurde das Eisenbahnviadukt mit fünf Bögen umfassend saniert. In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurde die Gewölbestruktur des Viadukts mit einer Länge von 70 Metern und einer Höhe von 16 Metern generalsaniert. Seit Oktober fahren wieder ÖBB-Züge über das Viadukt. 785.000 Euro wurden von der ÖBB-Infrastruktur AG für diese Sanierung investiert.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt

Das Kreuzenbach-Viadukt liegt zwischen den Bahnhöfen Grein/Bad Kreuzen und Grein Stadt. Es führt über die Landesstraße L573, Greinerwaldstraße, zusätzlich über einen Geh- und Radweg, den Kreuzenbach sowie über einen Feldweg. Die im Vorjahr anlässlich der Sanierung des auf derselben Strecke befindlichen „Ramesböckbach-Viaduktes“ gestartete Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt konnte damit erfolgreich weitergeführt werden. „Bei der Generalsanierung der Gewölbestruktur galt es, unter Berücksichtigung vieler technischer Details, die Auflagen des Bundesdenkmalamtes einzuhalten. Durch Erfahrungswerte aus dem Vorjahr und unter Mitwirkung anerkannter Restaurier-Fachkräfte ist uns dies wieder gut gelungen. Darüber hinaus kam ein durchgehender Trog aus Stahlbeton für die gezielte Abdichtung des alten Natursteinmauerwerks gegen Oberflächenwasser zum Einbau“, so Christian Windhager vom ÖBB-Projektmanagement rückblickend auf die Herausforderungen bei der Umsetzung.

Donauuferbahn heuer umfangreich modernisiert

Auf der Donauuferbahn wurden seit Anfang Juli 2016 insgesamt neun Millionen Euro in umfangreiche Erneuerungsarbeiten investiert. Es wurden Gleisanlagen, Weichen und Eisenbahnkreuzungen saniert. Zusätzlich wurden Entwässerungsanlagen errichtet bzw. erweitert. Diese Arbeiten wurden bereits im September abgeschlossen. Sie haben an mehreren Abschnitten auf der Bahnstrecke zwischen St. Valentin und Sarmingstein teilweise parallel stattgefunden. Einer der Hotspots war Aisthofen, wo mehrere Projekte zugleich abgewickelt wurden. Unter anderem wurden mehrere Eisenbahnkreuzungen neu errichtet bzw. saniert, eine neue Weiche gelegt, sowie eine Sanierung der Gleisanlage durchgeführt. Zusätzlich hat Aisthofen einen neuen Bahnsteig erhalten.

Arbeiten auch in Perg, Sarmingstein und Baumgartenberg

Auch in Perg, Sarmingstein und Baumgartenberg wurden Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Während in Perg Eisenbahnkreuzungen saniert wurden, wurden in Sarmingstein mehrere hundert Meter Gleise und in Baumgartenberg eine neue Weiche verlegt.
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