24.01.2018, 14:42 Uhr

Neujahrsempfang der Fairtrade-Gemeinde Luftenberg

Die Luftenberger Models bei der Fairtrade-Modenschau. (Foto: Gemeinde Luftenberg)

Volles Programm samt Bürgermeisterin am Laufsteg beim Neujahrsempfang in Luftenberg

LUFTENBERG/DONAU. Beste Stimmung herrschte am 22. Jänner beim Neujahrsempfang am Marktgemeindeamt Luftenberg an der Donau. Der mittlerweile dritte Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der „Fairtrade-Gemeinde Luftenberg“.

Bürgermeisterin betont die Wichtigkeit von Fairtrade

In ihrer Eröffnungsrede unterstrich Bürgermeisterin Hilde Prandner das besondere Projekt, das eigentlich eine Lebenseinstellung ist und wies darauf hin, dass die Marktgemeinde Luftenberg am 15.11. 2017 die Auszeichnung zur Fairtrade-Gemeinde vom Land Oberösterreich entgegennehmen durfte. "Mit dem Neujahrsempfang 2018 wollen wir 'Fairtrade' in den Mittelpunkt stellen und die Wichtigkeit dieses Projektes nochmals unterstreichen", so Bürgermeisterin Prandner.

Kunst und Kunsthandwerk wurden präsentiert

Die Organisation erfolgte gemeinsam mit dem Arbeitskreis Fairtrade. Besonderer Dank galt an dieser Stelle Frau Andrea Renoldner-Burianek und Frau Julia Pichler. Den Besuchern wurde ein vielfältiges Programm geboten, bei dem auch der künstlerische Rahmen nicht fehlen durfte. In Luftenberg leben viele kreative Menschen, die sich mit Kunst beziehungsweise Kunsthandwerk beschäftigen. So ist es immer wieder eine Freude, diese Menschen beim Neujahrsempfang vor den Vorhang holen zu dürfen.

Vielfältiges Nachmittagsprogramm

Die Schüler der dritten Klassen Volksschule präsentierten selbst gestaltete Skulpturen aus Abfall zum Thema „Wir haben nur einen Planeten, den wir schützen müssen“. Die Luftenbergerin Susanne Pischinger überzeugte die Besucher mit ihren vorwiegend aus Stoffresten künstlerisch gestalteten Patchworkarbeiten. Die Werke von Frau Pischinger sind bis Ende Februar am Marktgemeindeamt Luftenberg an der Donau ausgestellt. Nachmittags hatten die zahlreichen Besucher die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen über das Gemeindegeschehen aus dem vergangenen Jahr zu informieren und den Infostand des Arbeitskreises Fairtrade zu bewundern. Die Leiterin des Arbeitskreises, Andrea-Renoldner-Burianek, hatte für diesen Anlass ein Mini-Musical über gerechten Handel verfasst, das von der Sing- und Theatergruppe der Nachmittagsbetreuung aufgeführt wurde.

Sektempfang mit Modenschau

Am Abend wurde zum Sektempfang geladen. Viele Besucher kamen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Bürgermeisterin Hilde Prandner war erfreut, die geladenen Ehrengäste persönlich begrüßen zu dürfen. Der Neujahrsempfang bot eine gute Gelegenheit, Bekannte, Freunde und Geschäftspartner zu treffen. Nach einer informativen Präsentation über Fairtrade wurden Luftenberger Betriebe vorgestellt, denen Fairtrade besonders am Herzen liegt. Als Abschluss fand unter dem tosenden Applaus von etwa 100 Besuchern eine Modenschau des Labels "Fairytale" statt, präsentiert von Bürgermeisterin Prandner und elf Fairtrade-Models unterschiedlicher Altersgruppen, Geschlechter, Konfektionsgrößen und Herkunftsländer.

Arbeit wird fortgesetzt

Die Arbeit wird natürlich auch 2018 fortgesetzt, mehrere Veranstaltungen sind bereits in Planung, für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene. Gerechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Produzenten im In- und Ausland seien ein wichtiges Ziel, das die Gemeinde verstärkt fördern wolle, betonte Bürgermeisterin Hilde Prandner, und bedankte sich herzlich bei allen Aktiven. Bäuerliche Nahversorgung durch Hofläden oder das Bio-Netzwerk mit Auslieferung in Luftenberg verfolgen hier ähnliche Ziele – die Selbständigkeit der kleinbetrieblichen Landwirtschaftsstruktur und die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten aus erster Hand.

Der Hintergrund

Am Anfang stand ein einfacher Antrag der Grünen Gemeinderatsfraktion: Luftenberg solle als Fairtrade-Gemeinde die Idee des gerechten Handels umsetzen und fördern. Innerhalb eines Jahres konnte ein Arbeitskreis die Gemeinde zur Verleihung des Gütesiegels führen. In Luftenbergs Handel und Gastronomie sind Fairtrade-Produkte zu erwerben, Kinder- und Jugendaktivitäten wurden gesetzt, beim Adventmarkt gab es Geschenke aus fairem Handel zu kaufen. Der Kaffee im Gemeindeamt und im neuen Veranstaltungszentrum ist fair gehandelt, aber auch bei Feuerwehrfesten und anderen Veranstaltungen werden bereits Fairtrade-Produkte eingesetzt, in den Schulen und im Jugendzentrum wird zum Thema gerechter Handel informiert.
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