Walk in Silence

Harald Greger mit "Walk of Silence"-Teilnehmern
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REKAWINKEL (bri). Die Welt wird hektischer, der Alltag hat uns voll im Griff. Der Begriff "Burn-out" ist in aller Munde, immer mehr leiden unter Panikattacken, Angstzuständen und sogar unter Krankheiten, die plötzlich über Nacht auftauchen. Man beachtet kaum mehr die Natur und die innere Ruhe, die man dort finden kann. Viele können ihr Mobiltelefon schon gar nicht mehr aus der Hand legen oder bekommen Angstzustände, wenn sich der Akku dem Ende neigt und keine Ladestation greifbar ist.

Eine Idee wurde geboren

"Im Jänner 2014 hatte ich den Traum und rasch die Vorstellung im Park mit einer Gruppe in Stille zu gehen. Ähnlich wie ich das von Mediations-Retreats gewohnt war, aber nicht in Form einer ‚reinen‘ Gehmeditation, sondern bewusst "gehend", in üblicher Geschwindigkeit. Wir sind schweigend gegangen und haben uns in einer Weg-Spirale zum Inneren des Parks und gleichzeitig des eigenen ‚Ichs‘ bewegt. Rundherum Stadt, Verkehr, Lärm und Gerüche, die uns beim stillen Gehen nicht gestört haben, sondern einfach da waren. Wir haben sie wahrgenommen, aber einfach sein lassen. Stattdessen haben wir unseren Kontakt mit der Erde beobachtet. In der Gruppe ist ein starkes ‚WIR‘-Gefühl entstanden. Das war der Startschuss für ‚Walk in Silence‘," erzählt Harald Greger aus Rekawinkel.
"Walk in Silence" findet unter Anleitung verschiedener Menschen statt und wurde in Wien bereits über 100 Mal zelebriert. 2015 fand der erste 2,5 Stunden-Walk im Wienerwald statt.

"Das hat viel Kraft"

Am 8. Dezember 2016 waren die "Walk in Silence"-Teilnehmer in Rekawinkel erstmals ganztags gegangen. Auch heuer fanden sich ein paar Teilnehmer dazu ein. "Wir treffen uns, sind per Du, drehen die Handys ab und schauen auch nicht auf die Uhr. Beim Gehen wird nicht gesprochen und wir bleiben zusammen. Wir sind mit unserer Achtsamkeit bei den Füßen und dem Kontakt mit dem Boden. Zum Abschluss bilden wir einen Kreis und es darf wieder gesprochen werden. Jeder beschreibt seine Gefühle und was er vom ‚Walk in Silence‘ mitnimmt. Gemeinsam ohne zu reden – da fällt einem viel mehr auf, über sich selbst und über die anderen. Das hat viel Kraft!", beschreibt Harald Greger. Mittlerweile gibt es "Walk of Silence" sogar über die Landesgrenzen hinweg. Auch in Göttingen, Deutschland, finden bereits "Walks" statt, worauf Greger stolz ist.

Zur Sache

New Year-Day-Walk in Rekawinkel: Montag, den 1. Jänner 2018, von 10.05 bis 12.45 Uhr, Treffpunkt: Bahnhof Rekwainkel, Bahnsteig 1, Anmeldung erforderlich! Infos über "Walk of Silence" auf http://walkinsilence.simplesite.com.

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