24.11.2016, 10:05 Uhr

Kritik gegen Gablitzer Betreutes Wohnen-Projekt

Im Oktober 2014 wurde zum Spatenstich geladen, im September 2016 wurden die Wohnungen an die Mieter übergeben. (Foto: Archivfoto: Gem. Gablitz)

Kein Telefon, TV und Internet und zu wenig Parkplätze – so die Kritik eines Gablitzers zum Betreuten Wohnen-Projekt.

GABLITZ. Das Lob, das die aktuelle Gablitzer Gemeindezeitung dem Betreuten Wohnen-Projekt ausspricht, stößt einem Gablitzer, der namentlich nicht genannt werden möchte, sauer auf: "Bei der Bauausführung wurde schlichtweg vergessen in den einzelnen Wohneinheiten Telefon-, Internet- und Fernsehanschlüsse zu installieren. Somit ist es den Bewohnern nicht möglich, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Nicht einmal die Notarmbänder funktionieren, weil dazu Telefon- und/oder Internetanschlüsse notwendig wären. Gerade betreuungsbedürftige Menschen brauchen aber besonder Kommunikationsmöglichkeiten, um nicht gänzlich zu vereinsamen", kritisiert der Gablitzer.

"Parkplatzproblem!"

Zudem herrsche ein Parkplatzproblem: Besucher könnten nur schwer zu den Bewohnern gelangen "und für die (noch) mobilen Mieter ist es schier unmöglich, ihr Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zur Wohnung zu parken". Immerhin sei der neue Parkplatz vor dem Kloster ja als Kundenparkplatz für das Ärztezentrum gedacht und könne daher nicht gleichzeitig als Parkfläche für das Betreute Wohnen fungieren, so der zweite große Kritikpunkt des Gablitzers, der abschließend meint: "Alles in allem ist dieses Projekt daher kein Vorzeigeprojekt was auch die Fa. Alpenland indirekt zugibt, indem sie derzeit den bereits dort wohnenden Mietern kein Miete verrechnet."

Bürgermeister: "Anfangsschwierigkeiten bald behoben"

"Bisher haben sich alle Mieter, mit denen ich rede, höchst erfreut gezeigt, dass sie dort wohnen können", meint Bürgermeister Michael Cech. Ihm sei aber auch bewusst, dass es noch "Kinderkrankheiten" gäbe, er sei dazu im Kontakt mit der Alpenland: "So ist der Telefon- und Internetanschluss an der Grundgrenze, aber noch nicht beim Haus. Die Parkplätze werden erst fertig gestellt aber es besteht ausreichend Parkraum im Klosterhof und dem Zentrumsparkplatz." Gemeinde, Alpenland und Kloster würden hier an einem Strang ziehen, versichert Cech.

Alpenland: Alles in Arbeit

"Sämtliche BewohnerInnen wurden darüber informiert, dass sich die Außenanlagen noch in Fertigstellung befinden – die zugeteilten Parkplätze werden noch heuer fertiggestellt, die Parkplätze des Ärztezentrums wurden als Übergangslösung unentgeltlich zur Verfügung gestellt", informiert man vonseiten der Alpenland-Genossenschaft. Die Hardware von Telefon und Internet sei bereits in allen Wohnungen gegeben, derzeit arbeite der beauftragte Kommunikationsanbieter an der Fertigstellung des Netzanschlusses. Die SAT-Anlage sei bereits voll funktionsfähig und könne bereits von jedem Mieter mit einem handelsüblichen Receiver genutzt werden. "Selbstverständlich werden bis zum Abschluss der Arbeiten den BewohnerInnen nur die laufenden Betriebskosten und keine Mietzahlungen verrechnet. Im Sinne der BewohnerInnen ist Alpenland bestrebt den raschen Einzug in das neue Zuhause zu ermöglichen und dadurch das Ankommen und Einleben in der neuen Gemeinschaft zu fördern", erklärt man vonseiten der Alpenland abschließend.


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