Aufregung um neuen ÖBB-Fahrplan
Eklatante Verschlechterung für Pendler

Mit dem neuen Fahrplan fallen künftig in der Früh zwei Verbindungen von Pfronten nach Reutte aus, was  gerade für Wanderfreunde, Tages-Ausflügler und Pendler eine Verschlechterung darstellt.
  • Mit dem neuen Fahrplan fallen künftig in der Früh zwei Verbindungen von Pfronten nach Reutte aus, was gerade für Wanderfreunde, Tages-Ausflügler und Pendler eine Verschlechterung darstellt.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Evelyn Hartman

BEZIRK REUTTE/ALLGÄU (eha). Die Österreichischen Bundesbahnen krempeln den Fahrplan in Tirol ab 12. Dezember komplett um. Auch der Bezirk Reutte ist davon betroffen. Zum Wohl der Kunden, betonen die ÖBB. Aber es gibt auch Verlierer. 

Öffi-NutzerInnen stehen ab Sonntag, 12. Dezember, vor der "größten Leistungsausweitung in der Geschichte des Tiroler Nahverkehrs", wie der Verkehrsverbund Tirol (VVT) in einer Aussendung verkündet. Das Unternehmen berichtet stolz von "780.000 zusätzlichen Kilometern pro Jahr", die die Züge künftig zurücklegen werden.

Großes Fahrplanloch

Aber trotzdem gibt es beim neuen Fahrplan-Konzept nicht nur Gewinner. Vor allem für Kunden zwischen dem Grenzbahnhof Pfronten-Steinach im Allgäu und Reutte verschlechtert sich das Angebot, wie Martin Teißl, Sprecher des Arbeitskreises "Fahrgast Tirol" erklärt: "Im derzeitig gültigen Fahrplan kann man von Pfronten-Steinach um 06:32 Uhr, 08:32 Uhr und 09:32 Uhr mit der Bahn nach Reutte fahren. Im neuen Fahrplan existiert dagegen ein dreistündiges Fahrplanloch, weil man mit der Bahn nur noch um 06:36 Uhr und um 09:36 Uhr eine Verbindung von Pfronten-Steinach nach Reutte haben wird."

Noch schlimmer trifft es Reisende, die mit dem beliebten Regio-Ticket Werdenfels, von Pfronten-Steinach nach Innsbruck fahren wollen, was von den ÖBB auch beworben wird. In diesem Fall beträgt das Fahrplanloch sogar vier Stunden, weil der Zug mit der Abfahrt in Pfronten-Steinach um 09:36 Uhr in Reutte Endstation hat. Man kann mit dem Regio-Ticket Werdenfels also nur um 06:36 Uhr und dann erst wieder um 10:36 Uhr von Pfronten-Steinach nach Innsbruck fahren!

Anrufsammeltaxis als Lösung

Eine kurzfristige Lösung, um das Fahrplanloch zu schließen, könnte laut Teißl z.B. in der Einführung eines Anrufsammeltaxis zwischen dem Bahnhof Pfronten-Steinach und der Bahnhaltestelle Vils Stadt bestehen, in welchem selbstverständlich auch alle Bahnfahrkarten (nicht nur das Regio-Ticket Werdenfels) gültig sein müssten. 
Für Martin Teißl eine Zumutung für Fahrgäste: "Mit derartigen Verschlechterungen werden keine neuen Fahrgäste gewonnen, sondern bereits vorhandene Fahrgäste vertrieben!" Als Fahrgastvertreter fordert er daher von den ÖBB, das Regio-Ticket Werdenfels nicht nur zu bewerben, sondern auch ihren Wunsch nach einem besseren Fahrplan beim VVT zu unterstützen.

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