Die "Rabeneltern" aus dem Lechtal
Vom Findelkind zum Haustier

Rabe Sit mit seinem Ersatzpapa Patrick Lettenbichler.
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  • Rabe Sit mit seinem Ersatzpapa Patrick Lettenbichler.
  • Foto: Lettenbichler
  • hochgeladen von Evelyn Hartman

Wie ein Rabenvogel vom Findelkind zum außergewöhnlichen Haustier wurde.

HÄSELGEHR (eha). Vor kurzem hatten wir unsere Leser aufgerufen, uns ihre schönsten Haustierfotos zukommen zu lassen. Dabei stießen wir auf eine außergewöhnliche Tiergeschichte – leider ohne Happy End. Familie Lettenbichler aus Gutschau bei Häselgehr hatte in diesem Sommer ein eher ungewöhnliches Haustier bei sich aufgenommen: Einen kleinen verwaisten Raben, den Papa Patrick bei einem Waldspaziergang mit seinen beiden Söhnen Lenny und Ben, von seinen Eltern zurückgelassen auf einem Ast, unterhalb des Nestes entdeckt hatte. Nach reiflicher Überlegung und einem Gespräch mit einem befreundeten Jäger war für Familie Lettenbichler schnell klar, dass sie dem Kleinen helfen und ihn bei sich zu Hause aufpäppeln werden. Sogleich machte sich Patrick auf, um das Rabenbaby in ca. fünf Metern Höhe zu bergen. "Er war schon ganz entkräftet und dehydriert", beschreibt der Tierfreund die Rettungsaktion.

Fulltime-Job

Drei Tage und Nächte haben die Lettenbichlers um das erst kurze Leben des Rabenbabys gekämpft: Alle halbe Stunde wurde "Sit" von seinen Ersatzeltern mit getrockneten, zerkleinerten Mehlwürmern und gemahlenen Schneckenhäusern mit der Pipette gefüttert. So kam der kleine Vogel schnell wieder zu Kräften und wuchs ordentlich.
Sit folgte seinem Retter auf Schritt und Tritt, sogar beim Autoschrauben in der Werkstatt war er immer dabei. Außerdem liebte er das Wasser. "Es war jedes Mal ein großes Schauspiel und auch eine kleine Sauerei, wenn Sit in seiner Schüssel gebadet hat", erinnert sich Patrick. Nach einigen Wochen startete der Jungvogel die ersten Flugversuche im Garten. "Er blieb aber immer in unserer Nähe, und ist auch bei jedem Pfiff sofort gekommen", erzählt der Ersatzpapa. Anfangs wurde Sit in einem großen Käfig in der Wohnung gehalten, später schlief er auf einem Baum im Garten. Noch dazu war der Vogel der perfekte Wachhund und hat lautstark sein Revier und das Haus verteidigt, wenn sich ein Fremder näherte.

Trauriges Ende

Eines schönen Tages kam Familie Lettenbichler vom Schwimmen nach Hause und rief nach Sit - aber der Vogel kam nicht. Nach kurzer Suche war klar, was geschen war: Sit lag tot in Nachbars Garten. Für die ganze Familie ist es noch immer unbegreiflich und sie bedauert es sehr, dass ihr geliebter Sit nun nicht mehr da ist.

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