Weltladentag mit echten „Menschenbildern“ und Linsengerichten

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Interessant und ergreifend zugleich war es als eine Frau und zwei Männer aus Syrien ihre Schicksale erzählten. Zwei von ihnen leben und arbeiten unter uns. Sie brachten syrische Speisen zur Ausstellung mit, und am Weltladentag wurde man wieder vom Weltladen-Team Reutte mit Linsengerichten und Kuchen „fair-wöhnt“.

Die Ausstellung am Vorabend des Weltladentages am 10. Juni 2017 zeigte Fotos aus Aleppo, die wenig hoffnungsfroh wirkten. Es war eine Wanderausstellung von der ‚Initiative Minderheiten‘ vertreten durch Michael Haupt aus Innsbruck. Die Schilderungen und das Erzählte der Syrer brachte uns das Leben dort vor und während des Krieges nahe. Gekonnt untermalt wurde der Abend auf Hang, Djembé und Cajón von Andreas Reisigl und Amirpascha Razaie. Die Fluchtursache der Menschen aus Syrien ist bekanntlich der Bürgerkrieg. „Aber auch der unfaire Handel ist zu 20% Grund dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen“, wies Siegfried F. Kerle vom Weltladen Reutte hin. Wenn die bezahlten Preise für die Waren und Diensteisturngen nicht mehr für das Leben reichen, müssen sie gehen. Der Fokus der Weltäden liegt darin, Perspektiven für Menschen in ihren Heimatländern zu schaffen, also dort wo sie leben. Sie sprechen sich aber auch für die Aufnahme schutzbedürftiger Menschen aus. Der Faire Handel zielt darauf ab, menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu schaffen, damit Menschen in ihrer Heimat würdevoll und selbstbestimmt leben können. Er steht für eine konsequente Sozial- und Umweltpolitik, faire weltwirtschaftliche Handelsbeziehungen, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit, Chancen für Kleinbauern, und die Zahlung fairer Preise.
Bei der „Fairkostung“ am Vormittag konnten sich wieder alle von der guten Qualität der pikanten und süßen Produkte und Speisen überzeugen. Und wer Lust zum Nachkochen gefunden hatte, konnte sich die Rezepte mitnehmen oder zusenden lassen. Die Anzahl der Besucher bestätigte wieder einmal das steigende Interesse an Ware aus fairem Handel, und das Verständnis dafür, dass dahinter Menschen stehen die wie wir gut leben wollen.

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