Wintersport-Saison – BKH Reutte warnt

OA Dr. Jochen Schmand rät sich gut auf den Wintersport vorzubereiten.
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  • OA Dr. Jochen Schmand rät sich gut auf den Wintersport vorzubereiten.
  • Foto: BKH Reutte
  • hochgeladen von Elisabeth Rosen

REUTTE. Rodeln führt zu den schwersten Verletzungen im Wintersport. „Wirbel- und Beckenbrüche, schwere Sprunggelenks- und- Beinfrakturen bzw. schmerzhafte Bandverletzungen – die Folgen nach einer lustigen Rodelpartie können fatal sein“, möchte der leitende OA Dr. Jochen Schmand von der Abteilung für Unfallchirurgie des BHK Reutte auf die Gefahren des Rodelns hinweisen. Allen Wintersportarten gemeinsam sind die Hauptursachen für Verletzungen: Selbstüberschätzung und mangelnde Fitness.
Insgesamt wurden an der Unfallabteilung des BKH Reutte in der Wintersaison 2011/2012 (Dez. 2011 bis April 2012) 951 Patienten mit Wintersportverletzungen behandelt. Dr. Schmand über die häufigsten Blessuren der vergangenen Saison:
• Bänderrisse im Knie: Carvingschi erlauben gerade dem untrainierten, technisch nur durchschnittlichen Schifahrer, über seine Verhältnisse zu fahren. Die Belastung, insbesondere der Bänder im Knie, steigt überproportional an. Mangelhafte Muskulatur führt dann dazu, dass die Bänder diesem Druck nicht mehr gewachsen sind.
• Kopfverletzungen: Kopfverletzungen waren im vergangenen Jahr aufgrund der guten Schneelage weniger häufig zu versorgen. Kunstschneepisten, vor allem aber abgefahrene Pisten aufgrund geringer Schneelage, sind hier gefährlicher, da sie extrem hart werden können und der Aufprall dadurch gravierendere Folgen auslöst. Darüberhinaus trägt sicher die mittlerweile weite Verbreitung der Schutzhelme zu einer Reduktion bei.
• Beinbrüche: Beinbrüche kommen vor allem dann vor, wenn sich Wintersportler selbst überschätzen und deutlich zu schnell fahren oder das markierte Gelände verlassen. Beinbrüche sind eine typische Tiefschneeverletzung. Dabei sind viele Schifahrer und Snowboarder überfordert.
• Wirbel- und Beckenfrakturen: Rodeln ist hierbei wesentlich unfallträchtiger als Schifahren. Dies liegt zum einen an der zunehmenden Verbreitung von Rückenprotektoren unter den Schifahrern, zum anderen ist es bei verletzten Rodlern häufig die Kombination aus Alkohol und unterschätzter Geschwindigkeit, die zu schweren Unfällen führt.
„Grundsätzlich gilt, dass sich Wintersportler gut auf das Schifahren oder Snowboarden vorbereiten sollten. Beispielsweise durch Schigymnastik oder andere Sportarten, die gleichzeitig Kraft und Ausdauer trainieren. Das Tragen von Helm und Rückenprotektor mindert das Risiko für schwere Verletzungen zudem deutlich“, rät der Unfallchirurg.

OA Dr. Jochen Schmand rät sich gut auf den Wintersport vorzubereiten.
Rodeln führt zu den schwersten Verletzungen im Wintersport.
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