MeinBezirk vor Ort
Zukunftsprojekte und Herausforderungen im Alltag
- MeinBezirk vor Ort blickt dieses Mal auf die Gemeinde Nesselwängle im Tannheimer Tal.
- hochgeladen von Evelyn Hartman
Alle paar Wochen wirft die MeinBezirk Redaktion einen genauen Blick auf bestimmte Gemeinden in der Region. Diesmal war Nesselwängle im Fokus.
NESSELWÄNGLE (eha). Mit gerade einmal 465 Einwohnern zählt Nesselwängle zu den kleineren Gemeinden im Außerfern. Doch die idyllisch im Tannheimer Tal gelegene Gemeinde entwickelt sich kontinuierlich weiter. Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Hubert Mark wurde deutlich, dass derzeit zahlreiche Projekte umgesetzt werden und auch für die kommenden Jahre wichtige Investitionen geplant sind.
Großprojekt Recyclinghof feierlich eröffnet
Zu den bedeutendsten Investitionen der vergangenen Zeit zählt der neue Recyclinghof, der am 20. Juni im Rahmen einer Eröffnungsfeier offiziell eröffnet wurde. Für Bürgermeister Hubert Mark ist das Bauwerk weit mehr als eine funktionale Einrichtung.
„Es ist ein gelungenes Projekt und ein toller architektonischer Bau“, betont der Gemeindechef. Besonders stolz zeigt er sich auf die außergewöhnliche Fassadengestaltung, die dem Gebäude ein Alleinstellungsmerkmal verleihe. Aus diesem Grund werde der Recyclinghof auch für den Holzbaupreis 2027 vorgeschlagen.
Wichtige Investitionen in Wasser- und Kanalinfrastruktur
Abgeschlossen werden konnte außerdem ein umfangreiches Kanal- und Wasserprojekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weißenbach. In den Ortsteilen Rauth und Gaicht wurden neue Wasser- und Kanalleitungen verlegt. Jetzt werden die Abwässer dort über einen Vakuumkanal entsorgt.
In diesem Jahr soll zudem der Wasserbehälter in Rauth modernisiert und mit einer UV-Anlage ausgerüstet werden, der künftig auch die Gemeinde Weißenbach mitversorgen wird. Die Kosten werden von beiden Gemeinden jeweils zur Hälfte getragen.
Ein weiteres Dauerthema bleibt die Sanierung des Tiefenbachs. Ein erster Teilabschnitt wurde bereits von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) abgedichtet. In den kommenden Jahren sollen die historischen Schutzbauwerke oberhalb der Fangbecken saniert werden, die teilweise noch aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen.
Digitaler Leitungskataster als nächster Schritt
Auch künftig wird die Gemeinde verstärkt in den Tiefbau investieren müssen. Noch heuer soll ein digitaler Leitungskataster erstellt werden. Dieser dokumentiert und visualisiert das gesamte Leitungsnetz samt Bauwerken sowie deren Lage, Höhe, Dimensionen, Materialien und Zustand. Dadurch sollen künftig sämtliche relevanten Informationen auf Knopfdruck verfügbar sein und Planungs- sowie Wartungsarbeiten erleichtert werden.
Gute Zusammenarbeit im Gemeinderat
Zum Abschluss des Gesprächs hob Bürgermeister Hubert Mark die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates hervor. "Wir arbeiten auf Augenhöhe und ziehen gemeinsam an einem Strang." Besonders Vizebürgermeisterin Lisa Guem entlastet ihn durch ihre Verantwortung im Bereich der Kinderbetreuung erheblich. Erleichtert zeigt sich der Bürgermeister auch darüber, dass nach längerer Suche ein neuer Amtsleiter gefunden werden konnte.
Ob er bei der nächsten Wahl erneut als Bürgermeister kandidieren wird, lässt Mark derzeit noch offen. "Das Amt verlangt ständige Erreichbarkeit und den täglichen Umgang mit unterschiedlichsten Anliegen und auch zunehmend die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Klar, man wächst mit den Herausforderungen, aber ich kann mir gut vorstellen, in meinen früheren Beruf als Krankenpfleger zurückzukehren", so Mark. Bis dahin wolle er jedoch weiterhin alles daransetzen, Nesselwängle als lebenswerte Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Mehr Informationen zum unterstützenden Unternehmen:
Gimpelhaus
Rohrreinigung Andy Rief
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