05.09.2014, 00:00 Uhr

Lechtaler Bergretter wieder „up to date“

(Foto: Bergrettung)

Die Bergretter führten eine erfolgreiche Übung durch

LECHTAL. Nach zahlreichen Einsätzen im Sommer glaubten die Bergretter von Steeg-Kaisers kürzlich an einen routinemäßigen Such- und Bergeeisatz. Die Leitstelle Tirol meldete einen vermissten Wildbacharbeiter im Bereich des „Fuarig“ zwischen Steeg und Kaisers. Hurtig war man zum Ausrücken bereit, als bereits ein weiterer Sucheinsatz nach einem abgängigen Jugendlichen fast im gleichen Gebiet bei den Einsatzleitern eintraf.

Großalarm bei den Lechtaler Bergrettungen (Ortsstellen Holzgau, Elbigenalp und Stanzach) wurde von der Leitstelle Tirol ausgelöst. Schnell standen 40 Bergretter in Steeg parat. Das Suchgebiete wurden definiert und den fremden Bergrettern einheimische „Scouts“ zugeordnet. Gemeinschaftliches Zusammenarbeiten mehrerer Ortsstellen, Kennenlernen und gegenseitiges Vertrauen im Eisatzfall war angesagt.
Es war eine alltäglichen Vorgabe (suchen und bergen) und realitätsbezogene Übung, die von den Ausbildungsleitern der Steeger Bergretter, Manuel Kerber und Marco Walch ausgedacht und vorbereitet worden war.

Erstmals setzte die Ortsstelle Steeg-Kaisers eine, von der Bergrettung Tirol kreierte, „Suchsoftware“ ein. Modernes „Livetracking“ mit Smartphones hielt die Einsatzleitung immer auf neustem Informationsstand und durch die übermittelten Fotos voll im Bilde.

Die gestellten Aufgaben wurden in den verschiedensten Zusammenstellungen der Lechtaler Ortsstellen sachkundig und im vorgeplanten Zeitfenster bewältig. Die Opfer wurden fachgerecht erstversorgt und mit den vorgegebenen Bergemethoden sicher und kompetent geborgen. Alle eingesetzten Kameraden waren voll gefordert.

Aufgefallen ist, dass bei einer Suchaktion die andere Talseite als Erweiterung des Suchhorizontes genutzt wurde und so das Opfer schneller geortet werden konnte. Ein Bergretter nutzte fachkundig den aufgeweichten Waldboden und seine berufliche Tätigkeit als Fährtensucher und kam so schneller zum Ziel.

Bei einer gemeinschaftlichen Nachbesprechung zollten die eingesetzten Beobachter, unter diesen der Bezirksleiter der Bergrettung Markus Wolf und Landesausbildner Florian Kerber, dem Engagement der eingesetzten Rettern und dem hohen Eisatzstandart große Anerkennung.
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