15.03.2017, 12:30 Uhr

Lermooser Heizwerk schont die Umwelt

Ein gelungenes Projekt mit Vorbildwirkung – alle beteiligten ziehen an einen Strang: (v. l.) BGM Stefan Lagg, Betriebsleiter Peter Wörz, Wilfried Hohenegg (Raiffeisenbank Ehrwald-Lermoos-Biberwier), Bioenergie-Obmann Hermann Gahr, Sascha Fasser (Agrargemeinschaft Lermoos), Klaus Mantl (Hotel Mohr), Roman Gerber (Hotel Edelweiss) und GF Klaus Flörl. (Foto: Ortswärme Lermoos)
LERMOOS (rei). Wenn es draußen kalt ist, freuen sich inzwischen immerhin 160 Abnehmer über Wärme, die das Heizwerk Lermoos seinen Kunden zur Verfügung stellt. Modernste Technik, beste Anlagenbetreuung und die Verwertung regionaler Biomasse liefern die Grundlage. Seit 2009 ist das Kraftwerk in Betrieb.
Dieses steht am Ortsrand der Gemeinde in Fahrtrichtung Biberwier. Anfänglich nützten 80 Abnehmer das Angebot, inzwischen hat sich die Zahl verdoppelt.

Holz als Brennmaterial

Heute gilt das Kraftwerk als vorbildlich. 30.000 Schüttraummeter Biomasse werden werden verbrannt. Private, gewerbliche und auch kommunale Abnehmer werden mit der daraus entstehenden Fernwärme versorgt. Und das sehr umweltschonend!

Hohe Wärmerückgewinnung

Der hohe Grad an Effizienz und technischem Fortschritt wurde kürzlich im Rahmen der zentraleuropäischen Biomassekonferenz in Graz vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in der Kategorie „Höchster Wärmerückgewinnungsanteil“ ausgezeichnet. Nicht weniger als 10 Prozent der benötigten Wärme können aus dem Abgas gewonnen werden. Das wurde gewürdigt.

Weitere Berichte zum Thema Holz aus ganz Österreich finden Sie in unserem Themen-Channel unter http://www.meinbezirk.at/themen/holz-2017.html

Modernste Technik

Das Herz der Heizanlage sind ein 3.000 kW starker und ein kleinerer 1.500 kW Ofen sowie eine Wärmerückgewinnung, die durch Kondensation des Abgases zusätzliche 500 bis 600 kW bringt. Ein 90.000-Liter Heißwasser-Pufferspeicher sorgt zudem für die Absicherung zu Spitzenzeiten, beschreibt Peter Wörz, Installateur in Lermoos und Betriebsleiter der Anlage, das Herz des Werks.
"Durch die nachhaltige Energiegewinnung profitieren wir durch eine geringere Belastung durch Hausbrand, außerdem wird weniger Öl verbraucht", freut sich auch Bürgermeister Stefan Lagg. Die Beteiligung der Gemeinde am Projekt - als Abnehmer und als Gesellschfter - habe sich auf alle Fälle ausgezahlt.
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