Winterdienste im Dauereinsatz
Der Winter hält den Bezirk in Atem

Schneepflug im Einsatz. 225 Kilometer Landstraße werden von der Straßenmeisterei Ried geräumt und gesalzen.
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  • Schneepflug im Einsatz. 225 Kilometer Landstraße werden von der Straßenmeisterei Ried geräumt und gesalzen.
  • Foto: Straßenmeisterei Ried
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

BEZIRK RIED. So trocken der Sommer, so schneereich der Winter: Im Bezirk Ried war die Straßenmeisterei in dieser Saison bereits 2350 Arbeitsstunden im Einsatz. "Wir haben sechs eigene Fahrzeuge: vier Lastwagen und zwei Unimogs. Zusätzlich können wir auf zwei Lastwagen von Frächtern zurückgreifen", berichtet der Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Ried, Karl Schreinmoser. Der bisherige Verbrauch an Salz beträgt 1450 Tonnen. Gelagert wird das Salz in zwei Silos in Tumeltsham mit insgesamt 950 Tonnen Verfassungsvermögen. Ein zusätzliches Silo im Kobernaußerwald fasst weitere 150 Tonnen, ein für den äußersten Notfall gesperrtes Reservelager  350 Tonnen. "Engpässe sind nahezu ausgeschlossen. Die Silos sind mit Wiegeeinrichtungen ausgestattet. Sobald wir 25 Tonnen entnehmen, wird automatisch nachbestellt", so Schreinmoser. 
Auch die 75 Fahrer des Maschinenring-Service – meist Landwirte und zugleich Maschinenring-Dienstnehmer – sind bei Schneefall rund um die Uhr unterwegs: Mit Großtraktoren, Gehsteigtraktoren sowie händisch. "Wir räumen, salzen oder splitten 600 bis 700 Objekte. Parkplätze, Straßen, Güterwege, Einfahrten und Gehsteige halten wir von sechs bis 22 Uhr schneefrei. Zu unseren Kunden zählen Gemeinden, Firmen aber auch Private", erklärt Geschäftsführer Stefan Bäck.

Gesperrte Straßen

Aufgrund der Schneemassen kam es sogar zu Straßensperren: Umgestürzte Bäume legten einige Verbindungen lahm. "Ich bin seit 16 Jahren Dienststellenleiter. So krass wie heuer war es noch nie", erinnert sich Schreinmoser. Betroffen waren die Kobernaußer, die Waldzeller, die Geboltskirchner sowie die Hausruck Straße. Somit blieb Richtung Süden nur mehr die Frankenburger Straße für den Verkehr offen. Leider hielten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an diese Sperren. "Gitter wurden einfach weggeräumt. Daher haben wir massive Schneebarrikaden errichtet", so Schreinmoser. Auch ein LKw-Fahrer, der in St. Johann unterwegs war, beseitigte die Sperre und fuhr einfach weiter. "Vor einigen umgestürzten Bäumen war dann aber Schluss. Der LKw steckte viele Tage lang in der Sperrzone fest", berichtet Josef Haider von der Polizeiinspektion Ried. Der Fahrer erhält jetzt nicht nur eine Strafe, sondern muss auch die Bergungskosten übernehmen.
Selbst nachdem die Schneefälle gestoppt haben, konnte sich die Straßenmeisterei keine Verschnaufpause gönnen. "Jetzt stehen die Aufräumarbeiten an. Dazu befreien wir mit schwerem Gerät – einem Harvester – die Straßen von umgestürzten Bäumen", erklärt Schreinmoser. "Ich möchte an alle Waldbesitzer appellieren, nach dem Rechten zu schauen und selbst aktiv zu werden. Sollte Hilfe nötig sein, können sich Waldeigentümer gerne bei uns melden!"

Garnisonsball abgesagt

Besonders bitter: Aufgrund der immensen Schneemassen musste leider der Garnisonsball am Samstag, 19. Jänner, abgesagt werden.

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