Wirtin Klara Burgstaller
"Wir leben von den tollen Betrieben!"

 Die Städte Ried (l.) und Schärding (r.) kann man in Sachen Tourismus und Gastronomie kaum miteinander vergleichen. Die Gegebenheiten sind zu verschieden.
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  • Die Städte Ried (l.) und Schärding (r.) kann man in Sachen Tourismus und Gastronomie kaum miteinander vergleichen. Die Gegebenheiten sind zu verschieden.
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Geschäftstourismus versus Gäste aus Deutschland: Ried tickt beim Tourismus anders als Schärding.

RIED. Mit dem Frühling kommt die Gastgartenzeit. Während an Wochenenden, vor allem bei Schönwetter, in der Nachbarstadt Schärding die Gastgärten übergehen, macht sich in Ried oft gähnende Leere breit. Eine Tatsache, aber kein Problem – zumindest für Wirtin Klara Burgstaller vom Gasthaus-Hotel Feldschlange. Die gebürtige Schärdingerin betreibt seit 1992 ihren Gastrobetrieb in der Nähe des XXX Lutz. Auch in ihrem Gasthaus ist am Wochenende, besonders am Sonntag, am wenigsten los. "Unsere Haupteinnahmequelle ist der Geschäftstourismus. Wir haben so viele Top-Betriebe in der Region. Unter der Woche kommen viele Mitarbeiter und Geschäftspartner zu uns essen, auch bei den Nächtigungen liegt der Schwerpunkt im Geschäftstourismus. Stammtische werden leider immer seltener", so Burgstaller. Zum oft gezogenen Vergleich zwischen Ried und Schärding sagt die Wirtin: "Man kann die beiden Städte nicht vergleichen. Wir haben in Ried keinen Inn oder andere Attraktivitäten, die Touristen anziehen würden. Das macht aber nichts, denn man kann nicht jedes Geschäft haben. Wir sollten uns in Ried mit unseren tollen Betrieben glücklich schätzen."

Eigenes Klientel aufbauen

Nicht so euphorisch sieht Johannes Gogl, Betreiber des "Tiroler Bua" in Ried, die Situation. Der Tiroler startete vor 25 Jahren seine Gastrokarriere in Ried und erinnert sich: "Früher war es fast unmöglich, am Sonntag bei einem Wirt oder Café in der Stadt einen Platz zu bekommen. Heute ist Gastronomie in Ried schwierig, besonders am Wochenende. In meinem ehemaligen Betrieb, dem Jagawirt in Neuhofen, waren wir sonntags ausgebucht. Für Ried trifft das nicht zu", so Gogl. Haupteinnahmequellen sind in seinem Betrieb Geschäftsessen zu Mittag sowie Stammgäste am Abend. An den Wochenenden kommen vor allem Gäste aus Deutschland oder andere Touristen, die zum Beispiel im Hotel Kaiserhof nächtigen. "Rieder dürfen wir sonntags nur selten begrüßen. Sie sind oft auch verwundert, dass wir am Sonntag offen haben, obwohl ich das sehr oft kommuniziere", so Gogl, der sich durch Live-Musik und Themenwochen sein eigenes Klientel aufgebaut hat. Vom Rieder Stadtmarketing wünscht sich der Gastronom mehr Veranstaltungen, die die Wochenenden beleben. "Man könnte zum Beispiel den Stadtlauf nicht in der Weberzeile, sondern beim Dietmarbrunnen starten lassen", so Gogl. Der Eislaufplatz, der heuer erstmals im Advent am unteren Hauptplatz aufgebaut war, stellte für den Wirt keinen Vorteil, aber auch keinen Nachteil dar: "Mittags hatte ich in dieser Zeit weniger Geschäft, weil die Gäste nicht parken konnten. Abends kamen dafür aber einige Gäste, die vorher Eislaufen waren."  Bezüglich Ried-Schärding Vergleich ist Gogl der gleichen Meinung wie Burgstaller: "Man kann die beiden Städte nicht miteinander vergleichen, so wie ich den Tiroler Bua auch nicht mit dem Schwarzen Adler in Hall vergleichen kann!"

Zur Sache:

Die Stadt Ried ist seit 1. Jänner 2020 Mitglied im Tourismusverband s'Innviertel. Unter innviertel-tourismus.at findet man für die Bezirksstadt folgende gastronomische Angebote:

•  11 Gasthäuser/Wirtshäuser: Biergasthof Riedberg, Braugasthof Träger, Brauwirtshaus 'Zum Kellerbräu', Cafe-Restaurant Alexandra, Café-Restaurant Zeitraum, Gasthaus zur Feldschlange, Gusto-Pizzeria, Rieder Wirt, Tiroler Bua, Rieder Bauernmarkt, Weberbräu
•  19 Restaurants 
• 14 Bars/Pubs 
•  16 Buffet/Imbiss/Fastfood 
•  8 Eisdielen/Eissalons 
•  7 Konditoreien
• 22 Kaffeehäuser
 • 10 Pizzerien 
•  zwei Vinotheken
 • Fünf Gasthöfe/Hotels: Der Kaiserhof, Biergasthof Riedberg, Gasthaus-Hotel zur Feldschlange, Braugasthof & Hotel Träger, H+ Hotel Ried

 Die Städte Ried (l.) und Schärding (r.) kann man in Sachen Tourismus und Gastronomie kaum miteinander vergleichen. Die Gegebenheiten sind zu verschieden.
Ernst und Klara Burgstaller vom Gasthaus-Hotel Feldschlange.
Autor:

Bernadette Wiesbauer aus Ried

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