320 Festmeter Julbacher Holz für Naturstammhaus in Bad Zell

Franz Traxinger und Josef Traxinger beim Umschneiden der Bäume.
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JULBACH (anh). Ein Naturstammhaus, das fällt auf, das hat nicht jeder. Das dachte sich wohl auch Karl Bauernfeind aus Bad Zell (Bezirk Freistadt), als er sich auf die Suche nach Menschen machte, die ihm diesen Traum erfüllen könnten. Seine Recherche führte ihn nach Julbach, wo die 70 Bauern der Waldwirtschaftsgemeinschaft (WWG) seit 1999 450 Hektar Wald bewirtschaften und damit auch Projekte unterschiedlicher Art realisieren. Mit Holz aus ihren Plenterwäldern wurde etwa das "Tannenhaus" des Kindergartens Julbach ausgestattet, ein Rundholz-Objekt in Schöneben oder ein Naturstammhaus in Rainbach (Bezirk Freistadt).

Logistische Herausforderung

Zu diesem Projektreigen soll bald auch Karl Bauernfeinds Haus gehören. 320 Festmeter Holz wurden dafür Ende November rund um Julbach geschlägert und im Dezember ausgeliefert. "Logistisch gesehen war das Ganze eine große Herausforderung", erzählt Mitglied Josef Traxinger, der selbst ganze 62 Festmeter aus seinem Bestand beisteuerte. Zuerst bekamen die Bauern präzise Vorgaben hinsichtlich des Durchmessers, der Länge und der Form der Stämme und auch die Fallrichtung durfte nicht außer Acht gelassen werden. "Die Bäume müssen ja ganz gerade und unverletzt sein für das Blockhaus. Kleinste Schäden machen die Stämme wertlos", erklärt Josef Traxinger. "Dann haben wir die Stämme im Wald begutachtet und ausgesucht", erzählt Obmann Franz Traxinger weiter. Vor dem Wintereinbruch wurde die Rinde entfernt, wenn sich Kälte und Schnee verzogen haben, wird das Holzgebäude in Bad Zell erste Formen annehmen. Aussehen wird es letztendlich ähnlich wie jenes in Rainbach, für welches Besitzer Harald Etzlstorfer damals 160 Festmeter Holz anliefern ließ.

Zur Sache

Die 70 Bauern der WWG bewirtschaften 450 Hektar Wald. Es handelt sich dabei um einen Plenterwald mit Fichten, Tannen und Buchen. Darunter versteht man einen sich stetig verjüngenden Dauerwald, in dem Bäume aller Dimensionen vermischt sind. Einzelne, starke Bäume werden gefällt, jüngere kommen nach. In ganz Österreich sind nur etwa ein Prozent aller Wälder Plenterwälder. Wichtig ist bei der Bewirtschaftung die richtige Balance zu finden und auch die Jägerschaft ist hinsichtlich der Wildbestände gefordert, damit die Verjüngung dauerhaft gegeben ist. Der Waldwirtschaftsgemeinschaft liegt im Besonderen auch die Förderung der Tanne am Herzen, die sturmsicherer als andere Baumarten ist und auch der Klimaerwärmung besser standhält.

Autor:

Annika Höller aus Rohrbach

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