11.05.2016, 12:02 Uhr

Galerie 3KW zeigt Kurt Stimmeders Werke

Am Freitag, 20. Mai, lädt Kurt Stimmeder ab 19 Uhr Betrachter im Rahmen seiner Vernissage in der Galerie 3KW ein, gedanklich in die Tiefe zu gehen. (Foto: Foto: Johanne Leitner)

"Ein Suchender nach dem Unsichtbaren" – so könnte man Kurt Stimmeders Mission betiteln, die der Ausstellung "Wenn ich es aufschreiben könnte, müsste ich nicht Malen!" zugrunde liegt.

ST. MARTIN. In der Ausstellung mit dem Titel „Wenn ich es aufschreiben könnte, müsste ich nicht Malen!“ begibt sich der Linzer Künstler Kurt Stimmeder auf die Suche nach menschlichen Wahrheiten, die auf den ersten Blick schwer greifbar sind. Am Freitag, 20. Mai, lädt er ab 19 Uhr Betrachter im Rahmen seiner Vernissage in der Galerie 3KW (Markt 3, 4113 St. Martin) ein, gedanklich in die Tiefe zu gehen. Anmeldung unter info@3kw.at erforderlich. Der Künstler verweist mit seiner Ausstellung auf die Grenzen der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. In der Werkreihe „Duško“, angelehnt an den slawischen Ausdruck für Seele „Duša“, versucht er den Kern des künstlerischen Ausdrucks zu ergründen. Die Seele des Künstlers und die des Betrachters spiegeln sich in den von düster bis bunt gestalteten Werken wider und bleiben dabei gleichzeitig nicht greifbar.

Werke sind bis 2. Juli ausgestellt

Die Ausstellung läuft von 20. Mai bis 2. Juli. Besucher haben Freitag von 17 bis 20 Uhr sowie Samstag von 16 bis 18 Uhr die Gelegenheit, sich von den Bildern in den Bann ziehen zu lassen. Vom Stil der Darstellung lässt sich Stimmeders Werkreihe der Neuen Sachlichkeit zuordnen. Als deutsche Strömung geltend, war sie tatsächlich in mehreren europäischen Ländern vertreten. Künstler wie Otto Dix, George Grosz oder Tamara de Lempicka stellten in ihren Bildern Glanz, Elend und gesellschaftliche Tendenzen der 1920er und 1930er Jahre auf nüchterne Art und Weise dar. Gleichzeitig wird in den mit kaum wahrnehmbaren Pinselstrich gefertigten Momentaufnahmen etwas Dahinterliegendes angedeutet, das Geheimnis selbst aber nicht enthüllt. Die Kunstrichtung fand mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ein jähes Ende.
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