Die Unmoral der Macht

Strasser, Gorbach, Scheuch, Grasser sowie diverse Manager der Telekom Austria und viele nicht namentlich Erwähnte: Sie alle saßen an mächtigen Positionen und sie haben diese auch intensiv genutzt. Jedoch für die eigene Brieftasche, wie sich nun herauszustellen scheint. Wir einfachen Bürger können dies alles nur ohnmächtig zur Kenntnis nehmen. Wirklich wehren können wir uns nicht. Die Unmoral in diesem Land macht keinen Unterschied bei politischen Farben oder einschlägigen Wirtschaftsbranchen. Es ist wohl die Machtposition selbst, die einzelne zur Unmoral verführt. So prominent diese Skandale in den Medien präsentiert werden, so gering ist doch die Wahrscheinlichkeit ihrer lückenlosen Aufdeckung. Vermutlich haben die Mächtigen von heute nur ein geringes Interesse daran, ihre Vorgänger gänzlich bloß zu stellen. Wer weiß, ob sie nicht selbst einmal ... naja, wollen wir mal nicht das Schlimmste annehmen. Vielleicht könnte es aber helfen, zukünftig Manager nicht nach dem Börsenwert ihres Unternehmens, sondern nach Kundenzufriedenheit und Arbeitsplatzsicherheit zu bewerten. Und sollte man nicht vielmehr Politiker auf das Strafgesetzbuch vereidigen anstelle der Verfassung? Funktionen der Macht sollten die Möglichkeit geben zu gestalten. Der mangelnde Gestaltungswille in unserem Land ist somit vielleicht nur auf ein Zeitproblem zurückzuführen. Man kann sich schließlich nicht um sich selbst und dann noch um alle anderen kümmern.

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Z ynikus aus Salzburg-Stadt

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