Stadtführungen
"Im Winter herrscht ein ganz besonderes Flair"
- Die Salzburger Fremdenführerin Inez Reichl mag die Stadt Salzburg zu jeder Jahreszeit
- Foto: Lisa Gold
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Im Jänner präsentiert sich die Stadt oft ruhiger und lässt sich aus neuen Blickwinkeln erkunden. Das weiß auch die Salzburger Stadtführerin Inez Reichl.
SALZBURG. Dass die Stadt Salzburg auch in der kalten Jahreszeit "einiges zu bieten hat", davon ist die Salzburger Fremdenführerin Inez Reichl überzeugt.
Bis März eher ruhig
Nach dem intensiven Dezember, in dem traditionell viele Touristen in der Mozartstadt sind und dementsprechend auch die verschiedenen Stadtführungen in Anspruch nehmen, gestaltet sich der Jänner eher ruhig.
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"Die Adventzeit war intensiv, da hatten wir viele Gäste aus Indien, den USA, auch aus Australien und natürlich aus Deutschland und Österreich. Speziell um diese Zeit ist das Interesse an unseren Bräuchen und Traditionen groß, die Touristen wollen wissen, wie hier Weihnachten und Neujahr gefeiert wird, welche kulinarischen Spezialitäten es gibt. Das integrieren wir dann in unsere Stadtführungen. Ab Jänner wird es dann ruhiger, dann sind bis März eher wenig Buchungen, meist sind es Touristen, die auf Skiurlaub in Salzburg sind und einen Tag für eine Stadtbesichtigung nutzen. Aber ab dem Frühjahr spüren wir dann immer einen markanten Anstieg",
erklärt Reichl.
Jetzt sind es vor allem auch Salzburger, die entweder individuell die Stadt "neu entdecken" oder eine auf ihre persönlichen Interessen zugeschnittene Führung buchen.
"Gerade wenn Familienmitglieder in anderen Ländern leben und für einen Besuch nach Salzburg kommen, nutzen viele die Möglichkeit, im kleinen Familienkreis die Stadt zu erkunden. Das sind dann oft ganz spezifische Themen, etwa zu Musik oder die Handwerks-Führungen. Manche wollen auch den Dom kennenlernen, weil sie zwar jeden Tag vorbeigehen, aber oft nicht die Zeit haben, sich näher mit der Geschichte und der Architektur auseinanderzusetzen",
lässt Reichl wissen.
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Sie selbst schätzt derzeit die "Stille des Winters. Wenn sich der Schnee über die Stadt legt, ist das ein besonderes Flair, es wirkt ein wenig wie in einem Märchen. Ich finde es sehr schön, wenn man am Abend die Lichter in der Stadt sieht, und die Sehenswürdigkeiten und Gebäude, wenn sie beleuchtet sind, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Ich spaziere dann gerne in der Abenddämmerung an der Salzach entlang, von Mülln ausgehend und dann weiter Richtung Andräviertel. Pittoresk ist auch die Steingasse mit ihrer Historie und die vielen anderen engen Gassen in der Innenstadt. Für jene, die mehr Ruhe suchen, ist im Winter ein Spaziergang beim Lepoldskroner Weiher empfehlenswert, hier ist eine sehr mystische Stimmung", so Reichl.
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