Das Zuhören ist ihr Rezept

Es gibt Salat mit Roastbeef und Spargel – "genau das Richtige bei diesen Temperaturen", sagt Stadträtin Barbara Unterkofler. Für die Mittagspause mit dem Stadtblatt hat sich die Stadträtin das Sternbräu ausgesucht. "Weil wir hier zwischen meinen beiden Großbaustellen-Projekten in der Getreidegasse und der Griesgasse sitzen."

Wieviel Zeit nehmen Sie sich für die Mittagspause?
BARBARA UNTERKOFLER:
Normal gar keine. Ich frühstücke ein ordentliches Müesli und esse dann mittags meist nur einen Apfel oder so. Ich arbeite lieber durch. Dafür genieße ich dann umso mehr das Abendessen mit meiner Familie.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie so viel arbeiten?
Nein, ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, und wenn ich arbeite, dann habe ich auch nur die Arbeit im Kopf. Ich weiß, dass meine Kinder, während ich arbeite, bestens versorgt und umsorgt sind. Aber wenn ich es mir bewusst mache, dann ist mir meine Zeit mit meinen Kindern heilig. Deswegen genieße ich auch jede freie Minute, die ich mit ihnen habe. Und dafür verzichte ich gerne auf die Mittagspause.

Und wie gut schmeckt Ihnen die Politik?
Das kommt darauf an, was Sie unter 'Politik' verstehen: Dem politischen Hickhack kann ich nichts abgewinnen. Gemeinsam mit Menschen Projekte umzusetzen, macht mir Spaß. So, wie hier bei diesen beiden Großbaustellen, die ja jetzt fertig sind bzw. im Fall der Getreidegasse nun Pause machen. Hier, im Sternbräu, habe ich übrigens meine 14-tägige Infoveranstaltung für meine Mitarbeiter und unsere Experten, die Anrainer, die Kaufmannschaft und alle Betroffenen abgehalten.

Im Stadtblatt-Politbarometer schneiden Sie eher mittelmäßig ab. Welche Note würden Sie sich selbst geben für Ihre Performance in der Politik?

Ich bin erst ein Jahr dabei, und ich habe schon massiv dazugelernt, wenn es darum geht, zu erkennen, was die Anliegen der Menschen sind. Das funktioniert übrigens nur, indem man die Menschen regelmäßig einbindet und ihnen zuhört. Das habe ich bei den Großbaustellen gemerkt, und das werde ich jetzt auch bei den vielen kleineren Kanal- und anderen Baustellen-Projekten massiv verstärken. Es gibt also sicher noch Spielraum nach oben, aber ich würde mir ein 'Gut' geben.

Haben es Frauen leichter/schwerer in der Politik oder macht das keinen Unterschied?

Wenn es einen Unterschied macht, dann liegt der beim Gegenüber. Manche Menschen neigen dazu, Frauen weniger zuzutrauen. Da kommen dann schon manchmal alte, konservative Einstellungen zum Vorschein.

Apropos konservativ, wie gut funktioniert die Zusammenarbeit mit Vizebgm. Harald Preuner und der ÖVP?

Mit der ÖVP haben wir nie ein gemeinsames Thema, es ist immer ein Gegeneinander. Ich habe versucht, auf sie zuzugehen, aber die ÖVP lehnt uns ab. Das ist aber kein Problem für mich.

Liegt das an Ihnen als Person oder daran, dass NEOS der ÖVP bei der letzten Wahl Stimmen gekostet hat?

Das müssten Sie die ÖVP fragen, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich liegt es an beidem, obwohl ich mich mit Preuner persönlich recht gut verstehe.

Und mit den anderen Parteien?
Mit der Bürgerliste geht es uns gut, da geht es in Diskussionen immer nur um Inhalte, gerade mit Stadtrat Johann Padutsch kann ich sehr gut zusammenarbeiten. Auch mit Bgm. Heinz Schaden passt es soweit, ich kann da die sachliche und die persönliche Ebene gut trennen. Wir müssen ja nicht die besten Freunde werden.

Was sind Ihre nächsten größeren politischen Vorhaben?
Die Getreidegasse als Baustelle wird mich ja noch zwei weitere Jahre beschäftigen, und dann kommt der Residenzplatz an die Reihe. Und: Weil sich sonst niemand zuständig fühlt, habe ich jetzt eine Arbeitsgemeinschaft für barrierefreie WCs in der Innenstadt ins Leben gerufen. Abgesehen von den offiziellen öffentlichen WCs wissen wir gar nicht, wo es sonst noch WCs in Gebäuden gibt, die der Stadt oder dem Land gehören und die wir möglicherweise öffnen könnten.

ZUM DRÜBERSTREUEN

Stadträtin Barbara Unterkofler über
Powerfrauen: "Meine Mutter"
Energie tanken: "Urlaub mit der Familie"
Kochen: "Tue ich gar nicht gerne."
Facebook: "Persönlich ist mir lieber."
Welches Buch würden Sie schreiben? "Sehr gerne ein Kinderbuch"

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Autor:

Stefanie Schenker aus Salzburg-Stadt

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