Corona-Virus in Niederösterreich
ÖGK beschränkt Service auf Telefon- und Onlinebetrieb

Corona-Virus: Servicestellenleiter Martin Gassner und das Team von der Österreichischen Gesundheitskasse sind telefonisch und per Mail für die Versicherten erreichbar. | Foto: Roland Mayr
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  • Corona-Virus: Servicestellenleiter Martin Gassner und das Team von der Österreichischen Gesundheitskasse sind telefonisch und per Mail für die Versicherten erreichbar.
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Kundencenter der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bleiben wegen der Corona-Pandemie für persönlichen Kontakt vorerst geschlossen.

BEZIRK SCHEIBBS/NÖ. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und im Sinne des Schutzes der Bevölkerung, aber auch der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind mit 16.03.2020 folgende Regelungen in Kraft getreten.

Kundenservicestellen

  • Alle Kundenservicestellen sind ab 16. März geschlossen.
  • Es gibt die Möglichkeit sämtliche Schriftstücke in Boxen in den Eingangsbereicheneinzuwerfen.
  • Viele Anliegen können auch online erledigt werden: Unter www.meinesv.at (mit Handysignatur oder Bürgerkarte)
  • Auskünfte und Anträge können telefonisch oder per E-Mail eingeholt bzw. eingebracht werden.
  • Persönliche Termine, falls diese unbedingt notwendig sind, können ausschließlich nur nach telefonischer Terminvereinbarung stattfinden.

Weitere Infos erhält man unter Tel. 050766-126100 bzw. unter kundenservice-12@oegk.at sowie online auf gesundheitskasse.at.

Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus

Die Österreichische Gesundheitskasse ist eine Gesundheitseinrichtung und stets um die Versicherten bemüht. Aufgrund der aktuellen Situation müssen aber Maßnahmen ergriffen werden, die dem Schutz der Versicherten, Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dienen.

Gesundheitsversorgung sicherstellen

Die ÖGK setzt zahlreiche Maßnahmen, um die Gesundheitsversorgung in Österreich unbürokratisch sicherzustellen. Deshalb wurde ein Maßnahmenpaket im Sinne einer raschen Versorgung geschnürt.
 Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus in Österreich hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) in Zusammenarbeit mit sämtlichen Partnern ein rasches und unbürokratisches Maßnahmenpaket für alle Patientinnen und Patienten geschnürt, das ab Montag gilt.

Konkret bedeutet das:

  • Für die Dauer der Pandemie können Medikamentenverordnungen auch nach telefonischer Kontaktaufnahme zwischen Arzt/Ärztin und PatientIn erfolgen. Die Abholung in der Apotheke erfordert nicht mehr unbedingt ein Papierrezept. Die Übermittlung des Rezepts von Arzt/Ärztin an die Apotheke kann auch auf anderem Weg erfolgen. Die Medikamente können in den Apotheken auch an andere Personen, sofern sie Namen und die SV-Nummer des Patienten/der Patientin kennen, abgegeben werden.
  • Über den Zeitraum der Pandemie fällt zudem die Bewilligungspflicht bei den meisten Medikamenten.
  • Bei Medikamenten kann der Bedarf für ein Monat abgegeben werden, nur bei speziellen Fällen (bei Neueinstellungen) muss eine direkte Kommunikation mit dem Arzt/der Ärztin stattfinden. 
  • Krankentransporte sind bis auf weiteres bewilligungsfrei
  • Gleiches gilt für Heilbehelfe und Hilfsmittel bis zu einem Gesamtausmaß von 1.500Euro sowie Röntgen und Schnittbilduntersuchungen.
  • Arbeitsunfähigkeitsmeldungen (AU) sind während dieser Phase ebenfalls telefonisch möglich. 
  • Telemedizinische Krankenbehandlung (Skype, Videokonferenz, Telefon) können soweit sie notwendig sind, wie eine in der Ordination erbrachte Leistung abgerechnet werden. Diese Regelung gilt für Ärzte, Hebammen, Psychotherapeuten und Psychologen.

Menschen muss rasch geholfen werden

"In dieser für uns alle schwierigen Situation ist es wichtig, dass die ÖGK jegliche Unterstützung bietet, damit den Menschen rasch geholfen werden kann. Die Menschen werden so bestmöglich geschützt und die Bürokratie auf ein Mindestmaß reduziert", meint dazu der Obmann des Verwaltungsrats der Österreichischen Gesundheitskasse, Matthias Krenn.

Große Erleichterung für Versicherte

Andreas Huss, stellvertretender Obmann des ÖGK-Verwaltungsrats, ergänzt: "Die getroffenen Maßnahmen auf Seiten der ÖGK sind aus Sicht der Versicherten eine große Erleichterung. Gerade die gefährdeten Risikogruppen können so ihre sozialen Kontakte wirksam einschränken. Auch eine eingeschränkte Ausbreitung bei den niedergelassenen Ärzten kann so erreicht werden. Solidarisch fokussieren wir jetzt darauf die Risikogruppen zu schützen. Hier geht es vor allem um ältere Personen mit Vorerkrankungen bei Lunge und Herz. Wenn möglich kann jeder außerhalb der Risikogruppe auch in der Nachbarschaft bei Besorgungen aushelfen, damit die bedrohten Personen zuhause bleiben können. Gemeinsam schützen wir so vor allem Menschen mit Vorerkrankungen und solche, die ein geschwächtes Immunsystem haben."

Soziale Kontakte reduzieren

Alle Maßnahmen dienen dazu, direkte soziale Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren um die Menschen bestmöglich zu schützen. Es ist wichtig, dass Menschen, auch im Falle einer anderen Erkrankung, möglichst wenig Außenkontakt haben um ein weiteres Risiko zu reduzieren.
Trotzdem garantiert die ÖGK die bestmögliche Versorgung der Versicherten auch unter extremen Situationen.

Vorübergehende Erleichterungen für Dienstgeber

Maßnahmen der Österreichischen Gesunheitskasse (ÖGK) zur Sicherung der Liquidität der Betriebe im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Die aktuelle außergewöhnliche Situation und die damit verbundenen Maßnahmen seitens der Bundesregierung erfordern auch in der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) außergewöhnliche Schritte. Die angeordneten Notmaßnahmen der Regierung können zu drastischen Engpässen bei der Liquidität der Betriebe, bis hin zum gänzlichen Ausfall der liquiden Mittel führen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die gesetzliche Fälligkeit der Beiträge bestehen bleibt.
Die ÖGK unterstützt die Betriebe mit einigen ganz wesentlichen Zahlungserleichterungen, um diese Notsituation gemeinsam im Sinne der österreichischen Wirtschaft bewältigen zu können.

Folgende Maßnahmen sind seit 16. März in Kraft:

  • Ausständige Beiträge werden nicht gemahnt.
  • Eine automatische Stundung erfolgt, wenn die Beiträge nicht, nur teilweise oder nicht fristgerecht eingezahlt werden.
  • Ratenzahlungen werden formlos akzeptiert.
  • Es erfolgen keine Eintreibungsmaßnahmen.
  • Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.

Betriebe werden ersucht, die Anmeldungen zur Pflichtversicherung weiterhin fristgerecht vor Arbeitsantritt durchzuführen, coronabedingte Verzögerungen können auf Antrag sanktionsfrei gestellt werden. Die monatlichen Beitragsgrundlagen-Meldungen sind weiterhin zu den üblichen Terminen an die ÖGK zu senden.
Diese Maßnahmen gelten bis auf weiteres, voraussichtlich aber zumindest für die Beitragszeiträume Februar, März und April .
Klarstellende gesetzliche Regelungen sind geplant und demnächst zu erwarten.

Bei Fragen oder Unklarheiten können sich Dienstgeber an die Dienstgeberservicestelle der ÖGK wenden, weitere Infos gibt es auch auf der Website auf www.gesundheitskasse.at.

Alle weiteren Infos zum Corona-Virus gibt's in unserem Online-Channel auf www.meinbezirk.at/coronavirus.

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Corona-Virus: Servicestellenleiter Martin Gassner und das Team von der Österreichischen Gesundheitskasse sind telefonisch und per Mail für die Versicherten erreichbar. | Foto: Roland Mayr
Maßnahmen der ÖGK: Wenn wir die Sozialkontakte einschränken, dämmen wir auch die Infektionen ein. | Foto: APA

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