Bauernbund
Immer für die Bauern im Bezirk Scheibbs da

Glückliche Landwirte: Der Spitzenkandidat des Bauernbunds, Franz Rafetzeder mit seiner Gattin Chiara auf ihrem Hof in Wechling.
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  • Glückliche Landwirte: Der Spitzenkandidat des Bauernbunds, Franz Rafetzeder mit seiner Gattin Chiara auf ihrem Hof in Wechling.
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Der Bauernbund Niederösterreich steht für Verantwortung, für die Gesellschaft und für das ganze Land.

BEZIRK SCHEIBBS. Am 1. März stehen die Landwirtschaftskammer-Wahlen auf dem Programm. Bauernbund-Spitzenkandidat Franz Rafetzeder aus Wechling in Wieselburg-Land gibt Auskunft, was unsere Landwirte im Bezirk Scheibbs alles für unsere Gesellschaft leisten.

Der Dialog ist das Um und Auf

Unsere Bauern haben es heutzutage nicht immer leicht, denn die Landwirtschaft ist mit immer größeren Anforderungen konfrontiert. Biodiversität sowie Klima- und Umweltschutz erhalten eine steigende Priorität, während die Lebensmittelproduktion ständig schwieriger wird, da man sich als Landwirt zum Beispiel mit konventioneller Milchproduktion kaum noch über Wasser halten kann. „Der Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft ist dabei das Wichtigste! Dieser sollte auf Augenhöhe erfolgen. Leider wird der Bevölkerung durch die Werbung oft ein unrealistisches Bild vermittelt und die Wertigkeit der Lebensmittelproduktion bleibt dabei oft auf der Strecke, da Nahrung ja ständig und im Überfluss vorhanden ist. Die Konsumenten sollten aber genau deshalb wissen, woher ihr Essen kommt, weshalb der Bauernbund auch so großen Wert auf eine genaue Kennzeichnungspflicht der Lebensmittel legt“, erklärt Franz Rafetzeder.

Glückliche Kühe im Bezirk Scheibbs: Artgerechte Haltung als wichtigste Grundlage für gesunde Lebensmittel aus unserer Region.
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Bauernbund als Vermittler

Der Bauernbund Niederösterreich tritt dabei als Vermittler zwischen Lebensmittel-Produzenten und Konsumenten auf.„Wir leben in einer medial sehr aufgeheizten Welt und Landwirte werden heute auch oft als Feindbilder dargestellt (z.B. Bienensterben). Das liegt daran, dass Stadtmenschen die Lebensrealität am Bauernhof nicht verstehen und umgekehrt. Als Landwirt, der heute ohnehin durch Klimawandel, Borkenkäfer-Befall usw. großen Herausforderung ausgesetzt ist, bleibt man da alleine schnell auf der Strecke. Gerade deshalb ist der Bauernbund als Organisation so wichtig, denn nur gemeinsam sind wir stark! Unsere Bauern tragen im ländlichen Raum sehr viel zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft bei und sind in vielen verschiedenen Vereinen engagiert. Um dies der Öffentlichkeit zu vermitteln, braucht es den Bauernbund. Denn Umweltschutz funktioniert nur miteinander“, bringt es Franz Rafetzeder auf den Punkt.

Der Spitzenkandidat des Bauernbunds, Franz Rafetzeder aus Wechling.
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Die Landwirte bringen Vorteile für uns alle

Beste Lebensmittel, saubere Umwelt, wunderschöne Landschaften. Deshalb ist der NÖ Bauernbund mit seinen Anliegen aktueller und moderner als jemals zuvor. Gelebter Klimaschutz vor Ort Andere reden nur über den Klimaschutz, unsere Landwirte im Bezirk Scheibbs betreiben ihn längst, mit Biomassewerken und schonender Wirtschaft. Andere reden über die Artenvielfalt, unsere Bauern leben diese schon längst, mit blühenden Feldern und Wiesen, artenreichen Wäldern und glücklichen Tieren als Grundlage für gesunde Lebensmittel, die direkt in unserer Region produziert werden.

Die Landwirtschaft im Bezirk in Zahlen

  • Landwirtschaftliche Fläche im Bezirk Scheibbs: Rund 66 Prozent der Gesamtfläche bzw. 67.600 Hektar bestehen aus Wald, die landwirtschaftliche Nutzfläche beläuft sich auf ca. 30 Prozent bzw. 32.370 Hektar. Aufteilung der Ackerflächen: Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Bezirk Scheibbs besteht zu rund 21.200 Hektar aus Grünland, etwa 7.900 Hektar aus Äckern und zu ca. 3.270 Hektar aus Almen und Weidefächen.
  • Tierhaltung: Im Bezirk Scheibbs dominiert die Veredelungsproduktion. Mit aktuell 47.100 Rindern – davon 13.000 Milchkühe und 4.400 Mutterkühe – ist die Rinderhaltung der dominierende Betriebszweig. Neben der Rinderzucht mit Milchproduktion gewinnt die spezialisierte Rindfleischerzeugung im Rahmen von Markenfleisch-Programmen zunehmend an Bedeutung.
  • Landwirtschaft als Arbeitgeber: Aufgrund der geringen Betriebsgröße (durchschnittlich 19 Hektar Nutzfläche pro Betrieb) werden 43 Prozent unserer Höfe im Nebenerwerb geführt. Eine Reihe größerer Gewerbe- und Industriebetriebe, insbesonders in der metall- und holzverarbeitenden Industrie bieten vielen Nebenerwerbslandwirten sichere Arbeitsplätze in unserer Region.
  • Aufteilung der Ackerflächen: Im Bezirk Scheibbs wird auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von rund 2.860 Hektar Getreide, auf einer Fläche von 2.770 Hektar Mais und auf ca. 2.050 Hektar Feldfutter angebaut. Sonstige Ackerkulturen belaufen sich auf eine Fläche von 220 Hektar.
  • Almwirtschaft: Auf den 3.300 Hektar Alm- und Gemeinschaftsweideflächen des Bezirks werden jährlich 2.350 Rinder gehalten. Zu den flächenmäßig größten Almen gehören die Schwarzalm am Hochkar mit 1.290 Hektar und die Servitutsweide Dürrenstein mit 590 Hektar.
  • Forstwirtschaft: 1.860 Forstbetriebe bewirtschaften 67.600 Hektar Wald. Davon entfallen rund 15.000 Hektar auf die Bundesforste, rund 28.000 Hektar auf Großwald und rund 24.600 Hektar auf Kleinbetriebe unter 200 Hektar Fläche.

Bauern brauchen eine starke Vertretung

Interview mit dem Bauernbund-Spitzenkandidaten Franz Rafetzeder

BEZIRKSBLÄTTER SCHEIBBS: Herr Rafetzeder, warum engagieren Sie sich im Bauernbund und in der Bezirksbauernkammer? Sie könnten ja auch einfach Ihrer Arbeit daheim am Hof nachgehen.

FRANZ RAFETZEDER: Die Landwirtschaft in der Region braucht eine starke Vertretung, um einen sinnvollen Dialog mit der Gesellschaft führen zu können. Eine klare und realistische Darstellung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit, mit allen Problemen, mit denen die Bauern zu kämpfen haben, ist erforderlich.

Was soll in diesem Zusammenhang der Öffentlichkeit konkret vermittelt werden?

Landwirte werden in unserer Gesellschaft mittlerweile oft als Sündenböcke bezüglich des Klimawandels dargestellt. Teilweise mag das sogar stimmen. Wir stellen als Lebensmittel-Produzenten zwar einen Teil dieses weltweiten Problems dar, aber ohne uns Bauern wird man mit Sicherheit auch keine sinnvollen Lösungen gegen die aktuelle Klimakrise finden. Es geht nur gemeinsam! Denn wir alle leben schließlich von landwirtschaftlichen Produkten! Und genau das sollte man niemals aus den Augen verlieren.

Welche Ziele und Schwerpunkte hat der Bauernbund?

Der Niederösterreichische Bauernbund ist die wichtigste landwirtschaftliche Interessensvertretung im ländlichen Raum. Auf Bezirksebene sind wir eine essenzielle Anlaufstelle für die Bauern. Es geht vor allem um die Wertschätzung unserer Arbeit und die Kommunikation auf lokaler Ebene.

Was soll die Zukunft für unsere Landwirtschaft bringen?
Diverse Vorschriften und Auflagen sollten möglichst praxisgerecht überarbeitet werden. Eine genaue Herkunftskennzeichnung der produzierten Lebensmittel sollen keine Schikanen für die Bauern darstellen, sondern den Konsumenten vermitteln, wie wichtig es ist, Produkte aus der Region zu kaufen. Die Leistungen der Bauern sollten gesellschaftlich wieder mehr wertgeschätzt werden. Wir tragen einen wichtigen Teil zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft bei. Die Digitalisierung wird auch in der Landwirtschaft immer essenzieller, aber wenn kein Regen mehr vom Himmel fällt, hilft das alles nichts.

Weitere Infos gibt's hier und auf Facebook.

Autor:

Roland Mayr aus Scheibbs

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